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Göttingen „stay#dorfkind“: Landkreis Göttingen fördert Jugendkultur in Dörfern
Die Region Göttingen „stay#dorfkind“: Landkreis Göttingen fördert Jugendkultur in Dörfern
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08:00 07.03.2020
Kreisrat Marcel Riethig will mit einem Modellprojekt „ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus“ setzen. Quelle: Hinzmann
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Landkreis

Der Landkreis Göttingen will, dort. wo es sie noch nicht gibt, jugendkulturelle Angebote aufbauen „und so demokratisches Denken und Handeln junger Menschen zu stärken“. Das Modellprojekt „stay#dorfkind“ soll in drei Orten realisiert werden.

„stay#dorfkind“ werde mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert, so Ulrich Lottmann, Pressesprecher des Landkreises. Die Laufzeit betrage fünf Jahre. Die Auswahl der Orte, „die gemeinsam mit jungen Menschen zu demokratischen Jugendkulturdörfern ausgebaut werden“, laufe derzeit. Grundlage sei unter anderem eine intensive Sozialraumanalyse, „zu der aufsuchende Begehungen und Abstimmungen mit den Gemeinden“ gehören werden.

„Prävention extrem rechter Orientierungen ist ein wichtiges Anliegen“

„Für den Landkreis ist die Förderung demokratischer Jugendkultur und die Prävention extrem rechter Orientierungen ein wichtiges Anliegen. Nach der erfolgreichen Arbeit des Projekts ‚Respekt für Vielfalt‘ können wir mit dem neuen Modellprojekt erneut ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus setzten“, erklärt Kreisrat Marcel Riethig. Im Projekt „stay#dorfkind“ könnten Jugendliche in ihren Orten „starke demokratische, jugendkulturelle Angebote erarbeiten. Sie würden von pädagogischen Projektmitarbeitenden des Landkreises unterstützt.

Mit dem Programm „Demokratie leben!“ fördere das Ministerium unter anderem Projekte, „die sich für ein vielfältiges, respektvolles und gewaltfreies Miteinander einsetzen“, so Lottmann. „stay#dorfkind“ sei „im Themenfeld Rechtsextremismus“ eines von bundesweit zwölf Modellprojekten.

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