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Göttingen Tag der Städtebauförderung in Göttingen: Rallye im Regen
Die Region Göttingen Tag der Städtebauförderung in Göttingen: Rallye im Regen
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19:47 11.05.2019
„Wir im Quartier“: Tag der Städtebauförderung auf dem Wochenmarkt. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

Göttingen. Eine kleine Stadtrallye zwischen Markt, Düsterer Straße und Wochenmarkt hat die Stadtverwaltung am Sonnabend - dem Tag der Städtebauförderung - organisiert. „Wir im Quartier” lautete die Aktion, die im Dauerregen über die Bühne ging.

Dienberg erklärt Anton die Stadtrallye. Quelle: Swen Pförtner

Der Göttinger „Schlaufuchs” auf einem Button war bei den Kindern besonders beliebt. Die älteren Besucher, die am Stand der Stadtverwaltung auf dem Wochenmarkt vorbei kamen, interessierten sich mehr für die Bauprojekte, die dort Thema waren. „An sieben Stationen gibt es Plakate mit Informationen zu einem Städtebauprojekt am jeweiligen Standort”, erklärt Stadtbaurat Thomas Dienberg, der bereits seit 8 Uhr am Stand Rede und Antwort steht. Beispielsweise für den Umbau des Wochenmarktes. Das Verfahren findet nicht nur Zustimmung. „Was nützt mir die Aussage, dass derzeit Phase drei läuft“, sagt Wilfried Jänicke verärgert. Er ist gemeinsam mit seiner Frau Ursula für seinen Einkauf auf den Markt gekommen, was er für einen Stopp nutzt. Die Jänickes sind Anlieger am Markt. Die Praxis der Ärztin, so erklären die beiden, benötige auch nach dem Umbau eine Parkmöglichkeit und auch eine Erreichbarkeit für Rettungsfahrzeuge und behinderte Patienten. Die Jänickes tragen sich in eine E-mail-Liste für Informationen ein. Sie hoffen auf eine passende Lösung, wenn der Umbau des Wochenmarktes beginnt.

Schirm vom Obstbauern

Einfach nur am Städtebau und der Förderung interessiert ist ein junges Paar, das sich einen Flyer für die Rallye abholt. Sven Ladwig von der Bauverwaltung gibt gerne Auskunft. Wer alle Fragen richtig beantwortet, wird mit einen Gutschein für ein Eis belohnt. Das, und die Buttons, interessieren Anton und Jarne deutlich mehr als die Städtebauförderung. Die kleinen Kinder überlassen das ihrer Mutter Nadine Jung. Einen Eisgutschein erhielt auch Obstbauer Wedemeier vom Stand gegenüber. „Als Dank für den Schirm, den sie uns geliehen haben“, sagt Dienberg. Die Beschicker haben ihn nicht im Regen stehen lassen.

Stadt und Universität Göttingen nahmen gemeinsam am Tag der Städtebauförderung teil. Über Projekte, Strategien und Ziele der Städtebauförderung gab es Informationen auf den Plakaten am Standort, dort fanden die Rallye-Teilnehmer auch die Antworten auf die Fragen im Flyer. „Auch die Bürger können sich an der städtebaulichen Entwicklung beteiligen”, erklärt Ladwig.

Sieben Stationen – im Regen

Insgesamt sieben Stationen konnten - wenn auch im Regen - angelaufen werden. Außer auf dem Wochenmarktplatz gab es Informationen an der Nikolaistraße, der Hospitalstraße, der Groner Straße, der Pandektengasse und der Johannisstraße, wo unter anderem private Maßnahmen der Städtebauförderung zu sehen waren. Auch das Forum Wissen im Günter-Grass-Archiv-Haus und das Kunsthaus im Kunstquartier waren dabei, als nationale Projekte des Städtebaus.

In Göttingen gibt es laut Stadtverwaltung derzeit fünf Quartiere, die Mittel aus der Städtebauförderung bekommen: „Weststadt“ aus dem Programm „Soziale Stadt“, „Sanierung südliche Innenstadt“ aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, „Nördliche Innenstadt West“ aus dem Programm „Soziale Stadt“, „Nördliche Innenstadt“ aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ sowie „Grüne Mitte Ebertal“ aus dem Programm „Soziale Stadt“.

Der bundesweite Aktionstag ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städtetag und Deutschem Städte- und Gemeindebund zur Stärkung der Beteiligung der Bürger bei Vorhaben der Städtebauförderung. An diesem Tag soll gezeigt werden, was mit den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung in den Städten erreicht wurde. Finanziert werden die Projekte überwiegend zu je einem Drittel durch Bund, Länder und Kommunen.

Von Britta Bielefeld

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