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20:13 24.05.2019
Am Sonntag, 26. Mai, ist Europawahl. Quelle: imago/IPON
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Göttingen

Europa? Nicht durchgängig Ausgangspunkt bester Nachrichten. Beim ESC haben die deutschen Starter einen Stammplatz, das bedeutet Kontinuität. Immer gesetzt, und am Ende immer eben dort – den Rest des Feldes gut im Blick.

Noch desaströser als für die „S!sters“ verlief die Woche allerdings für die Regierung der Republik Österreich. Als Folge einer Videoaffäre, die dem ungläubig staunenden Beobachter praktisch die Fußnägel hochrollt, hat der Nasskämmer-Kanzler in Wien erst den einen oder anderen Minister, später die Regierungsmehrheit verloren. Der Bengel wollte ja nicht hören, es musste ja die FPÖ sein.

Da ist seine Kollegin aus 10 Downing Street einen entscheidenden Schritt weiter. Von irrlichternden Kleinparteien ohnehin nur gerade so geduldet, schmeißt Theresa May selbst das Handtuch und macht den Weg frei für Boris Johnson – wenn alles gut läuft. Das wäre schon deshalb wü

Christoph Oppermann Quelle: Christina Hinzmann

nschenswert, weil er dann die Suppe auslöffeln müsste, die er vor wenigen Jahren selbst zum Kochen gebracht hat. Darüber hinaus übt folgender Gedanke starken Reiz aus: Beim nächsten EU-Gipfel zum Brexit fachsimpeln Johnson, Kurz und Victor Orban in einer kurzen Pause über Zucht und Ordnung an europäischen Männerschädeln. Wenn ich jetzt noch einen faden Kalauer wie „hairvorragende Idee“ bringe, fürchte ich, dass Wiglaf Droste wiederaufersteht – was mich für den Rest meiner Tage mit Freude erfüllte – und ich mir wegen faulen Wortwitzes eine fange – was weniger lustig wäre.

Ein anderer Frisuren-Hero spielt sich seit Ende der Arbeitswoche in Berlin wieder in den Vordergrund. Angeblich will der Würselen-Export Martin Schulz seine Vorgängerin Andrea Nahles beerben, wenn die SPD am Sonntag zu sehr Federn lassen sollte. Das soll die Pippi-Langstrumpf-Interpretin nicht kalt gelassen haben.

Vielleicht muss man das Personal einmal neu durchmischen: Nahles tritt künftig für Deutschland beim ESC an – kann nicht schlechter werden –, die Lady aus London übernimmt die Amtsgeschäfte in Wien – mit hoffnungslosen Fällen kennt sie sich aus – und Kurz kontrolliert als Beamter die Grenze zu Ungarn – und kann sich überlegen, an welcher Stelle im Geschichtsunterricht er aufmerksamer hätte sein müssen. Jetzt trägt’s mich gleich aus der Kurve …

Egal, wie sehr Sie diese Nachrichten nerven mögen – gehen Sie am Sonntag wählen. Sonst tun es andere für Sie. Das ist doch auch kein schöner Gedanke.

Schönes Wochenende!

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E-Mail: c.oppermann@goettinger-tageblatt.de

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Von Christoph Oppermann

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