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Hann Münden 53-Jähriger wegen Brandstiftung vor Gericht
Die Region Hann Münden 53-Jähriger wegen Brandstiftung vor Gericht
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08:22 23.03.2017
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hann. Münden

Vor der Brandstiftung habe er noch die Rauchmelder in seiner Dachgeschosswohnung abmontiert, um die Löscharbeiten zu verzögern. Glücklicherweise habe das Feuer jedoch frühzeitig gelöscht werden können. Der Anklage zufolge ist die Wohnung aber durch Hitze und Rauchentwicklung erheblich verrußt worden. Insgesamt sei ein Sachschaden von 35.000 Euro entstanden.

Der Angeklagte, der derzeit in Untersuchungshaft in der JVA Rosdorf einsitzt, räumte zu Beginn des Prozesses die Vorwürfe ein. Die Brandstiftung sei ein Suizidversuch gewesen, sagte er. „Ich habe mir vorgestellt, dass ich durch den Rauch ersticke.“ Die Rauchmelder habe er abgebaut, weil er nicht gerettet werden wollte. „Ich wollte mich ja umbringen.“ Dass er damit auch die anderen Hausbewohner in Gefahr brachte, daran habe er in dem Moment nicht gedacht.

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Nachdem er die Bettdecke mit einem Feuerzeug angezündet hatte, habe er noch eine Flasche Wein getrunken und einen Abschiedsbrief geschrieben, sagte der 53-Jährige. Dann sei ihm die Rauchentwicklung zu stark geworden, und er sei in den Keller gegangen. Der Angeklagte war nach dem Vorfall zunächst in eine psychiatrische Klinik gekommen. Zwei Wochen später habe er diese wieder verlassen, berichtete er. Danach habe er sich einige Zeit in einem leerstehenden Haus und in einem Wald versteckt, ehe er sich schließlich der Polizei stellte. pid-nie