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Hann Münden Festival: 100 Künstler und 60 Ausstellungen in Hann. Münden
Die Region Hann Münden Festival: 100 Künstler und 60 Ausstellungen in Hann. Münden
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18:30 24.09.2019
„Mixed Media“: Diese Möglichkeit zum Ausprobieren künstlerischer Techniken zählt zu den Mitmach-Angeboten des Festivals Quelle: Joke Schepers
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Hann. Münden

Zum sechsten Mal werden in Hann. Münden „alte, normalerweise nicht zugängliche Gebäude mit Kunst belebt“, heißt es in einer Mitteilung des Trägervereins. „Historische Fachwerkhäuser, Kirchen und Wehrtürme öffnen sich für interessierte Bürger, Kunst- und Fachwerkfreunde.“ Mehr als 60 Ausstellungen und Installationen in historischen Denkmälern, weitere zwölf im Außenbereich, zum Beispiel an Türmen, Mauern, in Grünanlagen sowie am Wasser werden geboten.

„Die Resonanz der eingeladenen Künstler war überwältigend“, erklärt die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Bildende Kunst, Lore Puntigam. „Mehr 100 Einzelkünstler und Ausstellungsgemeinschaften werden teilnehmen, regionale und internationale. Da sich viele Kunstschaffende mit unterschiedlichen ethnischen Wurzeln beworben haben, wird das diesjährige Festival eine große kulturelle Vielfalt zeigen. Erstmals sind alle Kontinente der Erde vertreten.“

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Musik, Theater, Lesungen, Kabarett und Tanz: 50 Veranstaltungen

Wenn die Ausstellungsorte schließen, beginne „das inzwischen fest mit DKKD verbundene Abendprogramm“, so Staub. Die Veranstalter planen etwa 50 Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Theater, Lesungen, Kabarett und Tanz – „sechs verschiedene an jedem der acht Festivalabende“. Fest zugesagt hätten die von den Rock-for-Tolerance-Konzerten bekannten Mündener Bands „More Songs about Sex“ (Post Punk Pre Grunge), „YugonaughtY“ (Rock/Metal) und „Best Before Monday“ (Rock/Metal/Punk-Rock). Außerdem auf Bühnen präsent: „GlasBlasSing“ (Liedgut auf Leergut), „sistergold“ (Saxophon-Frauen-Quartett), Andi Valandi (Blues & Rock aus Dresden), Dark Vatter (Mundart Rock’n Roll aus Nordhessen), Uwaga (Streicher Crossover) und Andreas Kuch (Beatbox).

Der Sonntag, 29. September, sei als Familientag deklariert – mit speziellem Veranstaltungsprogramm wie der Zirkuswerkstatt mit Clown Tete und mit „Herr Müller und seine Gitarre“. Tangofreunde treffen sich zur Milonga mit anschließendem Konzert des Quinteto Tango Norte. „Hinzu kommen die Workshops, die Jung und Alt zu eigener Kreativität einladen.“

Im Mitmachzirkus können Kinder Geschicklichkeit und Körperbeherrschung üben. Quelle: r

Generaldirektorin der Dokumenta bei der offiziellen Eröffnung erwartet

Bereits am Freitag wird das Festival um 16 Uhr im Rittersaal des Welfenschlosses offiziell eröffnet. „Mit großem Interesse und auch mit Spannung wird ein Vortrag von Sabine Schormann erwartet, der Generaldirektorin der Documenta Kassel“, so Staub.

Die Eröffnungsveranstaltung wird musikalisch begleitet von „Absolut unplugged“. Außerdem gibt es einen Auftritt von Anne Löper aus Witzenhausen. Die Sandkünstlerin, die vielen DKKD-Besuchern von der Eröffnung in Osterode 2017 bekannt sei, habe angekündigt, „sich mit den Visionen der Denkmal-Kunst in der ihr eigenen künstlerischen Form auseinanderzusetzen“.

Besucher werden künstlerisch aktiv

Ähnliche Kreativität können alle DKKD-Besucher zeigen, die möchten: „Es gibt eine unglaubliche Bandbreite an Angeboten, um selbst künstlerisch aktiv zu werden oder sich an verschiedenen Kunstformen auszuprobieren“, sagen die Koordinatorinnen des Familientags und des Mitmach-Programms, Puntigam und Melanie Tönnis.

„Für jeden ist etwas dabei: für Kinder und Erwachsene, interkulturell und generationenübergreifende Angebote, spezielle Aktionen für Familien und Ferienangebote für Daheimgebliebene.“ Die öffentliche Förderung ermögliche es dem Verein, die meisten Workshops und Mitmachangebote kostenfrei anzubieten. Bestimmte Workshops müssten jedoch „über einen Unkostenbeitrag mitfinanziert“ werden.

Ziel: Körperliche und soziale Barrierefreiheit

Mitmachen und dabei zu sein soll ohne Einschränkung möglich sein, so Staub. „Deshalb bietet das Festival erstmals die Möglichkeit, draußen kostenfrei Kunst zu erleben. Der Kunstspaziergang um die Altstadt ist sogar barrierefrei er,fahr’bar für Menschen, die auf Rollatoren oder Rollstühle angewiesen sind oder für junge Familien mit Kinderwagen.“

Mit dem kostenfreien Besuch der Ausstellungen und Kulturveranstaltungen für Kinder und Jugendliche im Alter unter 16 Jahren in Begleitung Erwachsener gebe es „besondere Anreize für Familien, am Festival teilzuhaben“. Dennoch blieben „soziale Barrieren“: Kinder, „die ohne eine erwachsene Begleitperson mit Eintrittskarte nicht reinkommen“; Jugendliche und Heranwachsende, „für die schon der Erwerb einer Kunstkarte für fünf Euro eine zu hohe Schwelle darstellt, oder Grundsicherungsempfänger, die jeden Euro umdrehen müssen“.

Das Spendenparlament Hann. Münden habe beschlossen, „einen namhaften Betrag zur Verfügung stellen, um finanziell schwachen Menschen einen Besuch des Festivals zu ermöglichen“. Einrichtungen wie der Bürgertreff, das Haus der Nationen, das Kinder- und Jugendbüro und die Jugendhilfe in Südniedersachsen sollen Gutscheine erhalten, die am Info-Point auf dem Kirchplatz oder beim Service-Point im Geschwister-Scholl-Haus „in Karten für den Besuch des Festivals eingetauscht werden können“.

„Gemüse-Schnitzen“: Ein Beispiel aus dem Programm der Mitmachangebote. Quelle: r

„Überwältigende Spendenbereitschaft der Mündener“

„Das DKKD-Fieber steigt unübersehbar an“, so Staub. Die Säule des Spendenbarometers steige mit. „Wir sind überwältigt von der Spendenbereitschaft Mündener Privatpersonen und Unternehmen. Bisher sind rund 59 500 Euro auf dem Spendenkonto des Vereins eingegangen. Dafür sind wir sehr dankbar.“ teilte Staub, Ende vergangener Woche mit.

„Jede noch so kleine Spende hilft, dass auch Unwägbarkeiten im Kartenverkauf und Technikbereich noch gestemmt werden können. Wir haben hart für die Vorbereitung dieses außergewöhnlichen Festivals gearbeitet – jetzt fehlen nur noch die Besucher. Jede vorab gekaufte Dauerkarte trägt dazu bei, dass DKKD 2019 gelingt.“

Anmeldung zu den Workshops jederzeit möglich

Mehr Informationen zum Festival unter denkmalkunst-kunstdenkmal.deoder im gedruckten Programmheft. Einen Überblick über alle Aktionen und Anmeldestellen sind auf der DKKD-Website und an den Postkarten-Ständern erhältlich: im Geschwister Scholl Haus, im Bürgertreff, am Spenden-Flohmarkt der Bürgergenossenschaft an der Langen Straße (Silberfuchs), in der St. Blasius Kirche, im Rathaus (Vorhalle der Tourist-Info, bei der Ratshauswache) und in der VR-Bank in Hann. Münden. Die Anmeldung zu den Workshops ist jederzeit möglich. Parkplätze und Info-Point: Die Übersichtskarte.

Mitmachangebote, Dauer- und Tagestickets

In der DKKD-Woche machen die Veranstalter zahlreiche Mitmach-Angebote – Beispiele sind: Künstlerische Techniken (Action Painting, Acrylmalerei, Karikaturen zeichnen); Musik/Gesang (Aquabella-Gesang, Beat-Boxing); Tanzen/Akrobatik (dänische Volkstänze, Mitmach-Zirkus); Kreativität (Gemüseschnitzen).

Eintritskarten: Dauertickets sind personalisiert, nicht übertragbar „und die kostengünstigste Variante für alle, die möglichst viele oder auch alle Angebote des Festivals nutzen möchten, betonen die Veranstalter (35 Euro im Vorverkauf, 38 Euro während des Festivals); das Tagesticket „Kunst & Veranstaltungen“ kostet 15 Euro; das Tagesticket „Kunst“ ist ein reines Ausstellungsticket ohne Abendveranstaltungen für fünf Euro – „ein Upgrade am Abend ist möglich; Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in Begleitung Erwachsener haben freien Eintritt.

Vorverkaufsstellen (unter anderem): Geschäftsstellen der VR-Bank in Südniedersachsen, Tourist-Information im Rathaus, Tickets Dransfeld – Göticket, http://www.goeticket.de (online oder per Telefon: 05502-9109142). An den VVK-Stellen sowie ab Festivalbeginn am Info-Point auf dem Kirchplatz sind auch die Programmhefte erhältlich (Schutzgebühr: drei Euro).

Das Spendenkonto bei der VR-Bank in Südniedersachsen – IBAN: DE 89 2606 2433 0002 1845 59

Von Stefan Kirchhoff

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