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Hann Münden Listen mit innenstadtrelevantem Sortiment werden gelockert
Die Region Hann Münden Listen mit innenstadtrelevantem Sortiment werden gelockert
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12:14 25.06.2019
Genießt den höchsten Schutz durch das Einzelhandelskonzept: Altstadt von Hann. Münden. Quelle: Hinzmann
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Hann. Münden

Über eine Kaufkraft von 133 Millionen Euro verfügt die Stadt Hann. Münden mit ihren 24000 Einwohnern und den mehr als 800000 Touristen. So steht es im neuen Gutachten der Cima Beratung + Management GmbH aus Hannover, mit dem sich der Stadtentwicklungsausschuss am Montag befasst hat. Von der Kaufkraft können die 166 Einzelhändler der Stadt mit ihren 30470 Quadratmetern Verkaufsfläche jedoch nur knapp 80 Prozent halten. „Bei einem Mittelzentrum wie Hann. Münden sollte der Wert bei 100 Prozent liegen“, erklärte Stadtplaner Siegfried Pflum. Dass die Dreiflüssestadt das nicht schaffe, habe auch mit der Nähe zu den Oberzentren Göttingen und Kassel zu tun.

Weniger innenstadtrelevante Sortimente

Aus dem Cima-Gutachten geht hervor, dass die Innenstadt in bestimmten Sortimenten besonders schwach aufgestellt ist. Die Verwaltung schlägt daher vor, im neuen Einzelhandelskonzept die Liste mit den innenstadtrelevanten Sortimenten aufzuweichen. Bestimmte Artikel wie Tiernahrung und Zoobedarf, Fahrräder und Zubehör, Unterhaltungselektronik und Elektrohaushaltswaren, Haus- und Heimtextilien, Lampen und Leuchten dürften damit künftig auch außerhalb der Altstadt angeboten werden. „Es ist die Zeit für Liberalisierungen gekommen“, erklärte Ratsherr Thorsten Schmook (SPD), selbst seit 30 Jahren Innenstadt-Einzelhändler.

Vier Nahversorgungszentren

Die Altstadt genießt auch im neuen Einzelhandelskonzept als sogenannter Versorgungskern obersten Schutz. Daneben werden vier Nahversorgungszentren genannt: Auefeld, Hermannshagen, Königshof und Neumünden. Das Gutachten rät, zur besseren Abschöpfung der Kaufkraft 2300 bis 2500 Quadratmeter zusätzlicher Verkaufsfläche für Nahrungs- und Genussmittel sowie 800 bis 900 Quadratmeter für Drogerieprodukte auszuweisen. Es handelt sich dabei um Waren des täglichen Bedarfs, die für eine hohe Frequenz sorgen. Die Flächen sollen insbesondere zur Erweiterung der vier Nahversorgungsstandorte dienen.

C. F. Schröder-Gelände

Bei der umstrittenen Entwicklung des C. F. Schröder-Geländes sind maximal 800 Quadratmeter mit diesen Sortimenten zulässig. „Das ist immer noch viel, für die Einzelhändler der Altstadt aber akzeptabel“, erklärte Jens Herbort von der Mündener Gilde im Ausschuss.

Neuer Drogeriemarkt

Offen ist, wo außerhalb der Innenstadt ein Drogeriemarkt mit 900 Quadratmetern Fläche entstehen wird. Das Cima-Gutachten eröffnet zudem die Perspektive für die Entwicklung eines Nahversorgungszentrums mit 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche in Hedemünden.

Engel kritisiert strenge Reglementierung

Der Ausschuss stimmte dem Konzept zu. Kirsten Klein (Linke) enthielt sich, weil sie der Schutz des Innenstadthandels nicht überzeugte. Ines Albrecht-Engel (MÜNA) stimmte dagegen. Nach ihrer Einschätzung verletzt die strenge Reglementierung die Interessen der Verbraucher. Würde sie aufgehoben, würde sich der Einzelhandel auf die grüne Wiese verlagern, gab Herbort zu bedenken. Der Verkehr werde zunehmen.

Von Michael Caspar

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