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Hann Münden Entschärfung in Hann. Münden: Panzermine in Weser gesprengt
Die Region Hann Münden Entschärfung in Hann. Münden: Panzermine in Weser gesprengt
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15:14 12.06.2019
In der Weser bei Hann. Münden wird am Mittwochmorgen eine Panzermine entschärft. Quelle: Christina Hinzmann
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Hann. Münden

Eine Panzermine aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Mittwochmorgen in der Weser bei Hann. Münden gesprengt worden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Hannover war im Einsatz, um die Mine kontrolliert zu sprengen. Dafür zogen sie die Experten nach Angaben der Polizei zunächst von der Fundstelle in der Weser an den flacheren Uferbereich. Die Explosion sei dann unter der Wasseroberfläche erfolgt.

Mehrere Straßen entlang der Weser mussten nach Angaben der Polizei während des Einsatzes zwischen 9 und 11.50 Uhr gesperrt werden. Betroffen waren die Bundesstraße 80 zwischen Hann. Münden und Reinhardshagen, die Landesstraße 561 zwischen den Hann. Mündener Ortsteilen Gimte und Hemeln sowie der kommunale Verbindungsweg von der L?561 nach Volkmarshausen.

In der Weser bei Hann. Münden ist am Mittwochmorgen eine Panzermine gesprengt worden.

Um die Fundstelle der Panzermine wurde außerdem ein Sicherheitsradius von 300 Metern eingerichtet, teilte die Polizei mit. Der Sprengsatz lag in etwa 1,5 Metern Wassertiefe etwa zehn Meter von der Uferböschung entfernt in Höhe des Guts Hilwartshausen im Fluss. Die Bewohner des Guts und des auf der anderen Flussseite gelegenen Gehöftes „Eichhof“ sowie Angestellte einer Biogasanlage mussten während des Einsatzes die Gebäude verlassen. Betroffen waren nach Angaben der Polizei 26 Menschen.

„Weltkriegsmunition wird täglich gefunden“

Nach Angaben vom Kampfmittelbeseitiger Markus Rausch hatte eine gewerbliche Firma beim Absuchen des Gewässergrundes die Panzermine aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Für den Profi vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen ist die Entschärfung Alltag. „Weltkriegsmunition wird täglich gefunden“, sagt Rausch. Oft würden Munition, Minen oder Fliegerbomben im Zuge von Bauarbeiten gefunden oder bei vorheriger Untersuchung des Baugrundes.

Die Frage, warum die Mine im Wasser lag, kann auch Rausch nicht abschließend beantworten. Jemand könne sie an einem anderen Ort gefunden haben und anschließend in die Weser geworfen haben. Möglich sei auch, dass die Flussströmung die Mine weiter getragen hat. Wahrscheinlicher, so Rausch, sei aber, dass die Mine im Zweiten Weltkrieg eine Weserfurt sichern sollte.

Meldung bei Polizei oder Gemeinde

Kampfmittelfunde können nach Angaben von Rausch bei Gemeindeverwaltungen als Gefahrenabwehrbehörde, bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle oder direkt beim Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen unter Telefon 0511/30245500 oder per E-Mail an kbd-einsatz@lgln.niedersachsen.de.

Wie unberechenbar Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg heute 70 Jahre später sein können, hat ein Unglück im Juni 2010 auf dem Göttinger Schützenplatz gezeigt: Damals waren bei der Entschärfung einer Zehn-Zentner-Bombe drei Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden.

Von Verena Schulz und Michael Brakemeier

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