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Hann Münden Für Fünf Euro quer durch den Landkreis
Die Region Hann Münden Für Fünf Euro quer durch den Landkreis
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12:46 30.05.2016
Von Benjamin Köster
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hann. Münden

„Wir wollen, dass aus jeder Gemeinde des neuen Landkreises das Oberzentrum Göttingen für fünf Euro pro Fahrt erreichbar ist“, sagte Reuter. Aktuell zahlt man für eine einfache Fahrt von Osterode nach Göttingen mehr als zwölf Euro. Damit wolle man den öffentlichen Personennahverkehr neu denken und ein „Nebeneinander zwischen den Orten überwinden.“ Wie das finanziert werden soll, ließ der Landrat allerdings offen.

Roter Faden ist wichtig

Allgemein ließ Reuter die Sozialdemokraten wissen, dass den Wähler Programmdetails ohnehin nicht interessieren. Wichtiger sei, dass das Programm einen roten Faden habe. „Und der rote Faden im Programm heißt sozialer Zusammenhalt“, so Reuter. Gemeint seien damit die Schlagworte „vorsorgende Sozialpolitik“, „Bildungsgerechtigkeit“ und „Integration“ - und damit meine man nicht nur die Flüchtlinge, sondern alle, die am gesellschaftlichen Rand stehen, wie Reuter betonte.

Reuter warb bei der Vorstellung des Programmes auch für sich selbst und versuchte die Partei hinter sich zu vereinen. Wenn alle geschlossen an einem Strang ziehen, so Reuter, könne die SPD einen solchen Wahlkampf erfolgreich bestreiten. Bestes Beispiel dafür sei die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die die Kreis-SPD im Laufe des Kommunalwahlkampfes besuchen wird.

Schuldenfrei in die Kreisfusion

Rückendeckung erhielt Reuter auch vom Unterbezirksvorsitzenden Thomas Oppermann. Es sei ein „überzeugendes Programm“, so der Bundestagsabgeordnete, der auch die gute Ausgangslage des Landkreises hervorhob. „Die finanzielle Situation des Landkreises war desolat, als Reuter Landrat wurde.“ Mittlerweile habe der Landkreis sämtliche Kassenkredite getilgt und gehe schuldenfrei in die Kreisfusion.

Richtige Wahlkampfstimmung kam bei der äußerst diskussionsarmen Veranstaltung aber noch nicht auf. Zwar wurde das Programm mit nur drei Gegenstimmen, die aus den Reihen der Jungsozialisten kamen, beschlossen, aber auch Reuter fand, dass „die Partei noch Luft nach oben“ habe. „Die Wahlkampfveranstaltungen der SPD vor Ort sind von den Kandidaten noch nicht so gut besucht.“ Das müsse sich ändern.