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Hann Münden Hann. Münden: Wehren sollen zusammengelegt werden
Die Region Hann Münden Hann. Münden: Wehren sollen zusammengelegt werden
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12:30 24.05.2019
Die Feuerwehr Hann. Münden hat auch Einsätze auf der Autobahn 7: Lkw-Unfall im April. Quelle: Feuerwehr Hann. Münden
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Hann. Münden

Eine Zusammenlegung von Wehren sowie mehr Kinder- und Jugendarbeit regt der Hann. Mündener Feuerwehrbedarfsplans an. Er ist am Donnerstag im Finanzausschuss erstmals vorgestellt worden.

294 Feuerwehrleute in elf Wehren gibt es in Hann. Münden, berichtete Sandro Langer von der Viersener Luelf & Rinke Sicherheitsberatung GmbH den Ausschussmitgliedern. Das Unternehmen hat den Plan gemeinsam mit einer sechsköpfigen Projektgruppe erstellt, der die Leitung der Feuerwehr und Mitarbeiter der Stadtverwaltung angehören. 60 Prozent der Aktiven arbeiten nicht vor Ort und sind daher während ihrer Arbeitszeit bei Einsätzen nicht verfügbar, gab Langer zu bedenken. Sie könnten künftig in den Wehren an ihrem Arbeitsort aktiv werden, regt der 175 Seiten starke Plan an.

Schwache Wehren in Bonaforth, Laubach und Mielenhausen

Schwach aufgestellt sind nach Einschätzung der Projektgruppe die Ortswehren in Bonaforth, Laubach und Mielenhausen, wo es jeweils rund 20 Aktive gibt. Bonaforth und Laubach sollen enger mit der Feuerwehr der Kernstadt, Mielenhausen mit der Dransfeler Feuerwehr zusammenarbeiten. Zusammenlegen lassen sich auf längere Sicht etwa die Ortswehren Gimte und Volkmarshausen sowie Hedemünden und Laubach. Das ist beim Bau neuer Feuerwehrgerätehäuser zu bedenken, die dann zwischen den jeweiligen Ortschaften entstehen sollen. Die Wehr in Hemeln könnte enger mit Reinhardshagen auf der anderen Seite der Weser zusammenarbeiten.

Besonderes Augenmerk fordert der Plan auf die Kinder- und Jugendarbeit ein. Sieben Jugendfeuerwehren mit 92 Mitgliedern sowie sechs Kinderfeuerwehren mit 108 Mitgliedern gibt es derzeit in der Stadt und ihren Ortsteilen. Den Ausbildungsstand der Feuerwehrleute stuft die Projektgruppe als gut ein, Bauliche Mängel macht sie bei den Gerätehäusern aus. Dort stehen die Spinde oft noch in der Fahrzeughalle, obwohl heute separate Umkleiden Standard sind. Auch fehlt in den Hallen vielfach eine Abgasabsaugung.

Eng bebaute Altstadt

Sicherheitstechniker Langer ging auf die besonderen Herausforderungen der Feuerwehr in Hann. Münden ein. Die historische Altstadt ist eng bebaut. Die Wohngebiete Questenberg und Schöne Aussicht lassen sich nicht gut mit Feuerwehrfahrzeugen befahren. Der Ortsteil Bonaforth ist aufgrund des Bahnübergangs schwierig zu erreichen. Es gibt eine Reihe von mehr als dreistöckigen Gebäuden, die über keinen zweiten Rettungsweg verfügen. Dort muss die Feuerwehr mit einem Hubwagen Menschen retten. Bürgermeister Harald Wegener (BFMü) machte auf ein Gefahrgutlager im Stadtgebiet aufmerksam.

Zu den Aufgaben der Mündener Feuerwehr gehört die Wasserrettung auf den Flüssen Werra, Fulda und Weser. Die Wehren helfen bei Unfällen auf der Autobahn 7. In ihrem Gebiet gibt es einen ICE-Tunnel. Die Feuerwehr hatte in den vergangenen Jahren im Schnitt 300 bis 400 Einsätze, zwei Drittel davon in der Kernstadt. 2015 waren es 450, 2018 sogar 800 Einsätze.

Ratsmitglieder konnten Vorlage nicht vorab einsehen

Der Ratsvorsitzende, Wilfried Kraft (SPD) zeigte sich verwundert, dass die Ratsmitglieder das von der Politik bereits mehrfach angemahnte Papier nicht schon vorab einsehen konnten. Es bleibe in den kommenden Monaten noch genug Zeit, den Plan zu diskutieren, erwiderte der Ausschussvorsitzende, Ulrich Reichel (CDU).

Erstellt wird der Feuerwehrbedarfsplan im Zuge der Haushaltskonsolidierung. Das sei ungewöhnlich, sagte Langer. Ein solcher Plan lege die Schutzziele fest und führe aus, welche Voraussetzungen dafür notwendig seien. Das erfolge unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten, aber nicht um Mittel einzusparen.

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Von Michael Caspar

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