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Hann Münden Jigsaw rocken die Tillyschanze in Hann. Münden
Die Region Hann Münden Jigsaw rocken die Tillyschanze in Hann. Münden
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16:31 25.08.2019
Rocken vor 800 Gästen: Michael „Vossi“ Voss und Jan „Jan“ Linke. Quelle: Brakemeier
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Hann. Münden

Jigsaw hatte versprochen, dass es heiß werden würde, wenn sie am Sonnabend auf der Mündener Tillyschanze spielen. Die Coverband aus Göttinger hat Wort gehalten.

Der Auftritt des Quintetts aus Göttingen war ein strammer Ritt durch 40 Jahre Musikgeschichte. Was zunächst mit „One“ von U2 und „The one I love“ von REM eher zum Zuhören und gemütlichem Beisammensein begann, entwickelte sich im Verlauf des Abends zur Rockparty. Mit Liquidos „Narcotic“, „Centrefold“ von der J. Geils Band, „Runaway“ von Bon Jovi und dem Deep-Purple-Klassiker „Smoke on the water“ war dann der Platz vor der Bühne vollständig zur Tanzfläche geworden.

Mit Andreas Bouranis „Auf uns“ beschwor Jigsaw-Sänger Michael „Vossi“ Voss einen „Gänsehautmoment“ herauf. Zuvor gab er mit „Mein Ding“ eine passable Lindenberg-Kopie ab. Hinter ihm bewiesen Andreas Schubert (Gitarre), Frank Nieland (Schlagzeug), Thorsten Sauerland (Keyboards) und Jan Linke (Bass), dass sie ihre ausgesuchten Coverstücke bestens beherrschten.

Vor rund 800 Zuschauern hat die Coverband Jigsaw am Sonnabend die Tillyschanze in Hann. Münden gerockt.

 

Das Konzert war das letzte der Saison und insgesamt das elfte unter dem Titel „Rock am Turm“, das der Mündener Verein Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze veranstaltet hat. Am Sonnabend fanden nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Manfred Albrecht rund 800 Zuhörer den steilen Weg aus der Stadt auf den Rabanenkopf hoch über Münden.

Fahrer Manfred Kölsch und Schaffner Bastian Fraatz. Quelle: Brakemeier

Für Besucher, die den Fußweg den steilen Berg hinauf scheuten, hatte der Verein einen Shuttle-Bus organisiert. Aber nicht irgendeinen. Historisch ging es dabei zu. Manfred Kölsch vom Mündener Fahrdienst Arnoldi kutschierte seine Fahrgäste im feuerroten Opel Blitz, Baujahr 1938, nach oben. Und der geriet auf der Schotterpiste gehörig ins Schnaufen. „Das macht schon Spaß mit so einem Gefährt zu fahren“, sagte Kölsch, der eigentlich als Fahrlehrer arbeitet. Auch wenn das Fahren Schwerstarbeit ist: ohne Servolenkung und Bremskraftverstärker. Auch verlangt die Maschine, dass ihr Fahrer stets beim Schalten Zwischengas gibt. Zwei Jahre sei der Bus, in dem 31 Passagiere Platz finden, restauriert worden. Bundesweit, so sagt Kölsch, gebe es nur das Mündener Exemplar dieser Bauart.

„Für mich ist Rockmusik Heimat“

Die Veranstaltung ist Teil der Mündener Reihe „Wo bin ich zuhause“ des Spendenparlaments rund um das Thema Heimat. Der Begriff der Heimat dürfe nicht den Rechten überlassen werden, die ihn für sich vereinnahmt hätten, sagte Albrecht. Er müsse mit anderen Inhalten gefüllt werden. „Für mich ist Rockmusik Heimat“, sagte Albrecht. Die werde auf der ganzen Welt verstanden.

Finale im Wald. Quelle: Albrecht

Der Eintritt zum Konzert war frei. Spenden sah der Verein aber gerne. Die sollen für die Erhaltung der Tillyschanze genutzt werden.

Seit Vereinsgründung 2011 hat der Verein mit seinen derzeit rund 150 Mitgliedern nach Albrechts Angaben um die 400.000 Euro an Spenden eingenommen. „Die enorme Spendenbereitschaft der Mündener Bürger, Unternehmer und sonstigen Institutionen wie der Stadt, der Bingo-Stiftung und der genossenschaftlichen Bank sowie auch der Sparkasse schuf die finanzielle Sicherheit, die Arbeiten am Turm so eindrücklich und schnell zum Erfolg zu führen“, heißt es auf der Internetseite des Vereins.

Neues Lichts und gegrilltes Wildschwein

Zwar sei der Turm inzwischen saniert, Gelde werde aber weiterhin gebraucht, sagt Albrecht. „Für den Turm und seine Umgebung“, erläuterte Albrecht. Seit November 2018 etwa erstrahlt die Tillyschanze durchneu installierte Beleuchtungseffekte im neuen Licht.

Für den letzten Sonnabend im Januar plant der Verein an der Tillyschanze ein Wildschweingrillen mit Tieren aus dem Reinhardswald. Beginn am 25. Januar, soll um 11 Uhr sein, sagt Albrecht und rät zu rechtzeitigem Kommen.

Von Michael Brakemeier

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