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Kassel Calden bleibt als Verkehrsflughafen erhalten
Die Region Hann Münden Kassel Calden bleibt als Verkehrsflughafen erhalten
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17:11 21.12.2017
Blick auf das Terminal des Flughafens Kassel Airport in Calden Quelle: dpa
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Kassel

Im Koalitionsvertrag der schwarz-grünen hessischen Landesregierung war festgelegt worden, dass Kassel-Calden in diesem Jahr auf den Prüfstand kommt. Im Raum stand im Zusammenhang damit auch eine Rückstufung als Verkehrslandeplatz. Nachdem die Landesregierung feste Vorgaben zur Wirtschaftlichkeit und Perspektive des umstrittenen, weil defizitären Flughafens gemacht hatte, war das hessische Finanz- und Wirtschaftsministeriums mit einer Prüfung von Kassel-Calden beauftragt worden. Am Donnerstag präsentierten der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) den mehr als 100 Seiten starken Prüfbericht. Hauptpunkte: Die Vorgaben wurden nicht eingehalten. Und: Dennoch bleibt Calden als Regionalflughafen erhalten und wird nicht zum Verkehrslandeplatz zurückgestuft, wie für diesen Fall eigentlich vorgesehen. Die Minister rechtfertigten dies damit, „dass die jährlich vom Land zu tragenden Kosten für den Flughafen in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt werden konnten“.

Die Grünen-Fraktion im Kreistag Göttingen „bedauert sehr,  dass die Provinzposse um einen Geisterflughafen auf absehbare Zeit weitergeführt werden soll“. Es sei zu hoffen, dass die EU-Kommission die enormen Zuschüsse der öffentlichen Hand als unzulässige Beihilfen untersagen wird, erklärt Martin Worbes, Fraktionsvorsitzender und Parteifreund von Calden-Verteidiger Al-Wazir.

Unterdessen haben die Stadt Münden und die Bürgerinitiative Hannoversch Münden gegen den Ausbau des Flughafens Kassel-Calden einen Anstieg der Überflüge über das Mündener Stadtgebiet beobachtet. Bürgermeister Harald Wegener (Bürgerforum Hann. Münden) pocht nun auf die Einhaltung der genehmigten  Flugrouten.

Das habe er bei einem Besuch des Flughafens jetzt auch dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke mitgeteilt, erklärte Wegener am Donnerstag. Es dürfe nicht zu dem Eindruck kommen, man wolle die Mündener Bürger an diesen Zustand gewöhnen. Das Regierungspräsidium habe Flugrouten genehmigt, die es zu beachten gelte, so Wegener. Nun soll einmal jährlich in der Fluglärmkommission berichtet werden, wie viele Flüge von der Flugroute abwichen.

Zuletzt belief sich das Jahresdefizit des Flughafens auf 6,18 Millionen Euro. Bis Ende des Jahres soll es etwas mehr als 70000 Passagiere gegeben haben – weit weniger als die für 2024 prognostizierte halbe Million. Das Defizit müssen die Gesellschafter des Airports tragen - das Land Hessen 68 Prozent, Stadt und Landkreis Kassel je 13 Prozent und die Gemeinde Calden (6 Prozent).

Von Matthias Heinzel

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