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Hann Münden Kloster Bursfelde wird 925 Jahre alt
Die Region Hann Münden Kloster Bursfelde wird 925 Jahre alt
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10:33 15.07.2018
3x4 m große „Click im Kloster“-Installation mit 28 Einzelbildern des Foto-Workshops: Uwe Stelter, Jannis Frerichs, Kristina Weidelhofer und Klaas Grensemann (v.l.) Quelle: Hey
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Bursfelde

28 viereckige Fotos schmücken die neu aufgestellte, drei mal vier Meter große Fototafel auf dem Gelände des Klosters Bursfelde. Sie zeigen unter anderem die Außenansicht des Klosters bei Regen, den beleuchteten Altar oder einen Wanderstiefel, der an einem Pilgerstock hängt. Aufgenommen haben die Bilder zwölf Teilnehmer des „Click im Kloster“-Fotoworkshops am 2. Dezember 2017. „Es war für mich ein Genuss, das Projekt begleiten zu dürfen“, sagt Diakon Klaas Grensemann. Besonders gefalle ihm der „mystische Touch“ der Außenaufnahmen, die aufgrund „katastrophaler Witterungsbedingungen“ bei Regen und Schnee geschossen worden sind. Aber auch die unterschiedlichen Perspektiven haben den Diakon begeistert: „Wenn man etwas tagtäglich sieht, verliert man den Blick dafür, was das Besondere an einem Ort ist. Fremde Menschen haben die Schätze wieder freigelegt.“

Projekt wurde vor fünf Jahren ins Leben gerufen

Das Projekt wurde vor fünf Jahren von der Klosterkammer Hannover und dem hannoverschen Fotografen Uwe Stelter ins Leben gerufen und ist fester Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit geworden: „Einfach weil es so gut funktioniert“, sagt Pressesprecherin Kristina Weidelhofer. „Ich hatte vorher schon Stadtrundgänge unter dem Motto „Click and Walk“ angeboten“, erzählt Stelter. „Click im Kloster“ biete die Möglichkeit, der „kulturellen Rückständigkeit“ der Klöster entgegenzuwirken: „Die sind ja bei der romantischen Malerei stehen geblieben.“

Neben der Fotografie steht die Begegnung und Kreativität im Mittelpunkt des Projekts: „Es geht darum, Menschen, die sonst nie in ein Kloster gehen würden, dieses und dessen Traditionen näher zu bringen und für die Allgemeinheit zu öffnen“, sagt Weidelhofer.

„Ich war vergangenes Jahr zu einem Konzert hier und habe den Flyer des Projekts gesehen“, erzählt einer der zwölf Hobbyfotografen, Jannis Frerichs. Er fotografierte unter anderem die Orgeltastatur: „Da kommt man normalerweise nicht hin, und ich fand das sehr interessant“, so der 23-Jährige aus dem Ammerland. Schwierig sei es gewesen, aus rund 200 Fotos 15 Bilder auszuwählen und der Gruppe vorzustellen. „Es geht nicht um das perfekte Foto, sondern um eins mit Pfiff“, so Stelter.

Um 19 Uhr folgte die Vernissage Resonanzen mit den Bildern des aus Bremen stammenden fotografischen Künstlers Olaf Schlote. „Es hört gar nicht mehr auf mit den Bildern“, scherzt Gensemann. Schlote besuchte Bursfelde immer wieder für mehrere Tage, dabei entstanden Fotografien, die von Bursfelde und dem, was diesen Ort ausmacht, erzählen.

Jubiläumsgottesdienst am Sonntag

Nach einem „gemütlichen“ Gartenfest endeten die Feierlichkeiten um 22 Uhr mit dem Nachtgebet in der von Kerzen erleuchteten Klosterkirche. „Wir bemühen uns die geistlichen Traditionen zu erhalten und bieten mindestens jeden Tag ein Abendgebet an, wenn wir Seminare geben sind es auch vier Gebetszeiten am Tag“, sagt Grensemann. „Ich finde die Vorstellung schön, dazustehen und zu singen, wo schon vor 1000 Jahren Menschen gestanden und gesungen haben.“

Am Sonntag, 15. Juli, gehen die Feierlichkeiten mit einem Jubiläumsgottesdienst um 10 Uhr weiter. Die Festpredigt hält Arend de Vries, Geistlicher Vizepräsident des Landeskirchenamtes Hannover. Zudem folgt um 12 Uhr ein Festvortrag von Nicole Grochowina von der Universität Erlangen-Nürnberg. Die Schwester der Communität Christusbruderschaft Selbitz spricht zum Thema „Bursfelde als ,Anders-Ort‘: Perspektiven für Gegenwart und Zukunft“.

Angeboten werden die Workshops dreimal im Jahr und immer zu besonderen Anlässen. Der nächste Workshop im Kloster Bursfelde ist am 20. und 21. Juli 2019. Anmeldungen unter info@klosterkammer.de. Weitere Informationen online unter www.klosterkammer.de.

Von Madita Eggers

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