Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hann Münden Region Hann. Münden ist sicher
Die Region Hann Münden

Kriminalstatistik: Region Hann. Münden ist sicher

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:47 31.03.2021
Die Polizei verzeichnet in Hann. Münden weniger Straftaten.
Die Polizei verzeichnet in Hann. Münden weniger Straftaten. Quelle: dpa
Anzeige
Hann. Münden

Die Kriminalstatistik des Jahres 2020 für den Bereich des Polizeikommissariats Hann. Münden stellte dessen Leiter Dirk Schneider vor. Aufgrund sinkender Fallzahlen könne die Region im Altkreis Hann. Münden als sicher eingestuft werden. 2020 verzeichnete das Polizeikommissariat Hann. Münden insgesamt 1 666 Straftaten. Laut Schneider ist dies der zweitniedrigste Stand an Straftaten in den vergangenen zehn Jahren. Nur 2018 waren es mit 1 520 noch weniger.

Im Vergleich zum Jahr 2019 sank die Anzahl der Straftaten in einer Vielzahl von Bereichen, insgesamt wurde ein Rückgang um 10,34 Prozent verzeichnet. Die Straftaten gingen zurück im Bereich „Rohheitsdelikte“, wie etwa Raub oder Körperverletzung, ebenso die Diebstahlsdelikte, Betrugsdelikte, Straftaten im Bereich „Häusliche Gewalt“, „Wohnungseinbruchdiebstähle“, Sachbeschädigung und Betäubungsmitteldelikte. Die Zahl der Cybercrime-Straften blieb nahezu gleich. Lediglich Widerstandsdelikte gegen Polizeibeamte und Rettungskräfte, sowie Straftaten der Kinder- und Jugenddelinquenz nahmen zu.

Mehr Straftaten durch Kinder und Jugendliche

Die Anzahl der durch Kinder und Jugendliche begangenen Straftaten sei von 130 im Jahr 2019 auf 193 im Jahr 2020 deutlich angestiegen, teilte Schneider mit. Außerdem vervierfachten sich die Widerstandsdelikte von drei auf zwölf. Dies bestätige, dass Hann. Münden hier im „Entwicklungstrend auf Landesebene“ liege, so Schneider.

GT/ET-Update – Der Newsletter

Die wichtigsten Nachrichten aus Göttingen, dem Eichsfeld und darüber hinaus täglich um 17 Uhr in Ihrem E-Mail-Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Die Aufklärungsquote habe im Polizeikommissariat Hann. Münden im Jahr 2020 bei 60,92 Prozent gelegen und stelle den niedrigsten Wert an Aufklärung der vergangenen zehn Jahre dar. Bei der Polizeiinspektion Göttingen lag die Aufklärungsquote für das Jahr 2020 bei 65,12 Prozent, der niedersächsische Durchschnitt liege bei 64,28 Prozent, so Schneider.

Niedrige Aufklärungsquote

Im Vergleich zwischen den unterschiedlichen Straftatbeständen, wurden im Bereich Rohheitsdelikte die meisten Tatverdächtigen ermittelt, 2020 waren dies 94,3 Prozent der Fälle. Im Bereich Betrugsdelikte lag die Aufklärungsquote lediglich bei 3,28 Prozent.

In Bezug auf die Corona-Pandemie geht das Kommissariat davon aus, dass die Anzahl der Wohnungseinbrüche pandemiebedingt um 33,33 Prozent zurückgegangen ist. Die Menschen hätten sich generell viel länger in ihren Wohnungen aufgehalten, dies hätte zu weniger Einbrüchen geführt.

Das Kommissariat schätzt die Region im Altkreis Hann. Münden als sicher ein. Die Corona-Pandemie hätte zu einem anderen Täterverhalten und anderen Deliktsfeldern geführt, was die polizeiliche Aufklärungsarbeit in der Region Hann. Münden erschwerte.

Von Stefanie Grolig