Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hann Münden „Libellula“ organisiert Osterferienspiele
Die Region Hann Münden „Libellula“ organisiert Osterferienspiele
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:26 24.03.2018
Ferienprogramm für Kinder: Nieke (links) und Maja.
Ferienprogramm für Kinder: Nieke (links) und Maja. Quelle: Isa Kroeschell
Anzeige
Hann. Münden

Kinder laufen durch die Gegend, ein Feuer brennt in der Mitte des Platzes, und es entsteht sofort das Gefühl, in einer anderen Zeit zu sein. Seit drei Jahren organisiert der Förderverein „Libellula“ für Umweltbildung und Waldpädagogik an Schulen in den Ferien zu Ostern, im Sommer und im Herbst für zwei Wochen ein kreatives Programm für Kinder bis zwölf Jahren. Eine Woche ist für Kinder aus Niedersachsen vorgesehen, die andere für Kinder aus Hessen. Die aktuellen Osterferienspiele stehen unter dem Motto „Nichts ist uns zu bunt“. Alles dreht sich um das Thema Farben und besonders um die, die in der Natur zu finden sind.

Da die Spiele am Montag wetterbedingt ausfallen mussten, haben die Kinder erst am Dienstag mit den Farbexperimenten begonnen. Luisa Herold absolviert momentan ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Waldpädagogikzentrum Göttingen. Sie hat den Tag vorbereitet, an dem die Kinder selbst Kreide herstellen oder mit Hilfe von Wasser die verschiedenen Farben entdecken konnten, die in einem schwarzen Filzstift vorhanden sind. Auch geschnitzt haben die Kinder bereits - Staketen, die für den Zaun des Färbergartens bestimmt sind, der Ende der Woche angelegt werden soll.

Am Mittwoch haben die Schüler aus Hann. Münden Eier gefilzt, Farbkreise hergestellt und mit Blütenblättern Osterkarten bemalt. Ulrike Zander-Platner, Mitarbeiterin bei „Libellula“, zeigt den Kindern, wie es geht. „Man kann auch mal herumgehen und schauen, was man hier finden kann“, sagt die Waldpädagogin. Sie hält ein Stück Moos in der Hand und drückt es aufs Papier. „Das muss man manchmal auch erst ein bisschen knuddeln, damit der Saft austritt“, erklärt sie den beiden zehnjährigen Mädchen Nieke und Maja. Donnerstag sollen sie Pinsel aus Pferdehaar, Holunder- oder Weideholz herstellen und sie direkt mit Naturfarben ausprobieren. Die Naturfarben werden aus gemahlenen Heidelbeeren und Roter Beete gewonnen. Auch sollen sie in den Tagen Eier mit Natur- und Erdfarben gestalten und ein Höhlenbild malen.

Außerdem gibt es ein Rahmenprogramm. Jeden Morgen singen die Kinder ein Frühlingslied. „Damit beginnen wir den Tag“, erzählt Zander-Platner. Nach dem Frühstück erkunden die Kinder mit den Betreuern die Umgebung des Dorfes und gehen auf Spurensuche von den Tieren, die im benachbarten Wald unterwegs sind. Auch eine Kochgruppe werde jeden Tag bestimmt, die das Mittagessen zubereitet. „Die Kinder sollen sich hier auf eine Weise sozial verhalten, die vor 1000 Jahren üblich war“, sagt Zander-Platner. Auch Feuerholz zu holen, gehöre zu den täglichen Aufgaben. Der Rahmen des Ferienprogramms bleibe zwar, aber die Mitarbeiter würden jedes Mal versuchen, einen neuen Aufhänger zu finden.

Von Isa Kroeschell

Hann Münden Polizei Hann. Münden sucht Zeugen - Autofahrer fährt nach Unfall davon
15.03.2018