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Hann Münden Übernachtungszahlen sollen steigen
Die Region Hann Münden Übernachtungszahlen sollen steigen
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00:22 26.10.2018
Lockt Touristen nach Hann. Münden: Stadtführung mit Doktor Eisenbart. Quelle: Burkhardt
Hann. Münden

„Die Menschen zieht es verstärkt zur Erholung in die Natur und in kleine, überschaubare Städte“, erklärte Jan Kobernuß, geschäftsführender Gesellschafter der Kölner IFT Freizeit- und Tourismusberatung GmbH am Montag während der gemeinsamen Sitzung von Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss. Der Kölner hat das Konzept seit Anfang des Jahres gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft erarbeitet.

Tourismusabgabe

„2017 gab es 174000 Übernachtungen in Hann. Münden“, sagte der Diplom-Geograf. Die Zahl sei, anders als in Northeim oder Osterode, nicht rückläufig. „Allen Unkenrufen zum Trotz“ habe es seit Einführung der Tourismusabgabe keinen Einbruch beim Fremdenverkehr gegeben, kommentierte das Ratsmitglied Thorsten Schmook (SPD).

Mündener Gilde

„Besucher halten sich durchschnittlich 1,8 Tage in Hann. Münden auf“, erklärte Kobernuß. Besonders viele kämen während der Sommersaison. Mitgezählt würden auch Geschäftsreisende und Monteure, erklärte der Kölner auf Nachfrage von Jens Herbort von der Mündener Gilde.

Stehende Welle für Fluss-Surfer auf der Werra

Bezogen auf die Zahl der Einwohner habe der Tourismus eine überdurchschnittlich hohe Bedeutung für die Dreiflüssestadt, betonte der Berater. Um den Fremdenverkehr zu fördern, solle die Stadt das „Riverside Quartier“ im Bereich der Wanfrieder und Bremer Schlagd aufwerten. Ein Investor wolle auf der Werra eine sogenannte stehende Welle für Fluss-Surfer realisieren. Eine anderer Investor plane im historischen Packhof Gastronomie, ein 100-Betten-Hostel und Tagungsräume. Im Zusammenhang mit dem Fachwerkfünfeck solle dort eine Lernwerkstatt entstehen.

Doktorwerder soll aufgewertet werden

Der Berater empfahl, den Doktorwerder besser zu nutzen. Erhalten bleiben müsse unbedingt die Fahrgastschifffahrt, ergänzte Bürgermeister Harald Wegener (BFMü). Er stehe in Kontakt mit Familie Rehbein, die sich aus Altersgründen aus dem Geschäft zurückziehen wolle. Sie verhandele derzeit mit einem Investor, der das Passagierschiff auch fahren dürfe. Sollte sich das zerschlagen, würden Rehbeins ihr Schiff an einen anderen Interessenten verkaufen. Es würde dann auf der Elbe fahren.

Kobernuß mahnte eine „Winteroffensive“ an. Es müsse mehr Angebote in der kalten Jahreszeit geben. So solle die Stadt überlegen, ob sie das städtische Museum nicht auch den Winter über öffnen wolle.

Mountainbiker im Mündener Stadtwald

Angebote für Mountainbiker im Stadtwald forderte Joachim Atzert (SPD). Eine entsprechende Anregung habe in den Workshops während der Konzepterstellung keine Resonanz gefunden, entgegnete der Kölner Berater, Zudem habe der Landkreis entsprechenden Überlegungen einen Dämpfer erteilt.

Naturpark Münden

Dirk Wedekind (SPD) mahnte eine stärkere Einbeziehung der Dörfer, in denen ein Drittel der Mündener lebe, in das Konzept ein. Maßnahmen in der Stadt hätten eine „größere Hebelwirkung“, gab Kobernuß zu bedenken. Zudem würden sie im Zuge der Planungen zum Naturpark Münden berücksichtigt. Eine App, die über Sehenswürdigkeiten in den Ortsteilen informiert, regte Susanne Gohde, die Betriebsleiterin des Mündener Stadtwalds, an. Eine solche App gebe es bereits für Bonaforth.

Diejenigen Gewerbetreibenden, die die Tourismusabgabe zahlten, müssten bei der Umsetzung des Konzepts ein Mitspracherecht bekommen, verlangte Atzert. Sie seien bereits in der Arbeitsgruppe Tourismus vertreten, sagte der Bürgermeister. Die Entscheidung über den städtischen Haushalt treffe am Ende der Rat.

Von Michael Caspar

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