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Hann Münden Thomas Oppermann will sich für Tourismus in Hann. Münden einsetzen
Die Region Hann Münden Thomas Oppermann will sich für Tourismus in Hann. Münden einsetzen
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00:22 05.05.2019
Unterhalb des Wehrs soll es eine Endloswelle geben: Fritz Fehrensen, Thomas Oppermann, Gerd Hujahn und Jürgen Beute (von links). Quelle: Michael Caspar
Hann. Münden

Für zwei touristische Projekte in Hann. Münden will sich Thomas Oppermann (SPD), der Vizepräsident des Deutschen Bundestags, einsetzen. Am Donnerstag traf er sich mit den Investoren.

Eine Endloswelle für Surfer auf der Werra unterhalb des Nadelwehrs will Fritz Fehrensen realisieren. Doch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hann. Münden hat Bedenken. Jürgen Beute will den historischen Packhof, ein Warenumschlagslager für die einst bedeutende Flussschifffahrt der Stadt, zu einem Drei-Sterne-Hotel mit großer Veranstaltungshalle umbauen. Er kann sich jedoch mit dem Rat nicht auf einen Kaufpreis einigen.

Beide Projekte begeistern Oppermann. Die Welle werde Surfer aus ganz Deutschland nach Hann. Münden locken, erklärte er. Fehrensen will eine Million Euro investieren. Ein Trägerverein kümmere sich um den Betrieb. Er rechne, dass an 120 bis 150 Tagen im Jahr ausreichend Wasser für die Welle vorhanden sei. Der anstehende Bau einer Fischtreppe sei neben der acht Meter breiten Endloswelle möglich. Ob es Statikprobleme aufgrund von Ausspülungen gebe, könnten Fachleute ermitteln. Da Vertreter des Amts zum Treffen nicht erschienen waren, will sie Oppermann nun ein zweites Mal einladen, diesmal in seiner Funktion als Vizepräsident.

Veranstaltungshalle für 900 Besucher

Auch Beute, der in der Stadt einen Fitnessclub betreibt, stellte sein Projekt vor. Er möchte das Erdgeschoss des Packhofs so herrichten, dass dort Veranstaltungen mit bis zu 900 Personen möglich sind. Der Raum soll zudem für Feiern mit bis zu 300 Sitzplätzen genutzt werden. Im Erdgeschoss ist außerdem ein Restaurant vorgesehen. Auch Lagerflächen, Umkleiden und Sanitäranlagen für die Surfer plant der Unternehmer.

Umbau kostet drei Millionen Euro

Im ersten und zweiten Obergeschoss will Beute jeweils 13 Doppelzimmer für Hotelgäste schaffen. Das Investitionsvolumen bezifferte er auf mindestens drei Millionen Euro, eventuell aber auch deutlich mehr. Der Unternehmer würde das Gebäude am liebsten umsonst übernehmen und der Stadt im Gegenzug die erste Etage für 20 oder 30 Jahre kostenlos zur Verfügung stellen. Künstler oder Start-ups könnten die Räume nutzen.

Streit um den Wert des Packhofs

Ein Ertragsgutachten beziffert den Wert der Immobilie auf 118000 Euro, erfuhr Oppermann. In den Bilanzen der Stadt wird der Packhof mit einem Wert von 680000 Euro geführt. „Vor einigen Jahren ist das Gebäude, das aufgrund eingedrungener Feuchtigkeit von Schwamm befallen war, saniert worden“, erklärte der städtische Denkmalpfleger Burkhard Klapp. Damals sei auch das Dach neu gedeckt worden. Dem trage der Bilanzwert Rechnung.

Gebäude seit 1857 ohne ursprüngliche Funktion

„Seit Jahren wird das Gebäude kaum genutzt“, erklärte der Landtagsabgeordnete Gerd Hujahn (SPD), der das Treffen initiiert hatte. Seine ursprüngliche Funktion habe das 1840 eröffnete Gebäude bereits 1857 mit dem Niedergang der Schifffahrt verloren, ergänzte Klapp. Es werde endlich Zeit, dass eine „vernünftige Nutzung“ für die „städtische Fehlinvestition“ gefunden werde, erklärte Oppermann. Er könne Beute allerdings nur wenig helfen. Da müsse Ratsherr Hujahn (SPD) weiterhelfen.

Von Michael Caspar

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