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Hann Münden Pläne zur Flüchtlingsunterkunft vorgestellt
Die Region Hann Münden Pläne zur Flüchtlingsunterkunft vorgestellt
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00:16 21.03.2016
Das ehemalige Vereinskrankenhaus in Hann. Münden wird zur Flüchtlingsunterkunft.
Das ehemalige Vereinskrankenhaus in Hann. Münden wird zur Flüchtlingsunterkunft. Quelle: CH/Archiv
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Hann. Münden

„Ich glaube, dass wir damit für den Stadtteil etwas Gutes schaffen können“, befand Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener (BMfÜ) am Ende der Veranstaltung. Zuvor hatte Landrat Bernhard Reuter (SPD) den rund 300 Besuchern erklärt, dass der Wohnungsmarkt im Landkreis Göttingen die voraussichtliche Aufnahme von 1500 weiteren Flüchtlingen bis Jahresende nicht bewältigen könne.

 

Die Antwort des Landkreises darauf sind unter anderem Gemeinschaftsunterkünfte wie die geplante IFUB: Die soll, wie Reuter „garantierte“, maximal 250 Flüchtlingen Platz bieten, die dort untergebracht werden, „um integriert zu werden“, so Reuter weiter. Deshalb umfasse das Projekt eine Großküche für Qualifizierungsmaßnahmen, Spielräume, eine Krankenstation, Gemeinschaftsräume und auch ein Begegnungszentrum, sagte Architekt Gregor Brune.

Zu 95 Prozent „ganz anständige Leute“

Den wenigen Sorgen anwesender Bürger beispielsweise um Sicherheit trat Hartmut Bonder vom Göttinger Flüchtlingsunterkunft-Betreiber Bonveno entgegen: Flüchtlinge seien zu 95 Prozent „ganz anständige Leute“, fasste Bonder die mittlerweile neun Monate Erfahrung seines Unternehmens zusammen. Bonveno und das Deutsche Rote Kreuz sind Kooperationspartner des Hauptträgers, der landkreiseigenen Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB).

Der Zeitplan sieht nun vor, dass ab dem 1. September zunächst 120 bis 150 Flüchtlinge in das ehemalige Gartenhaus des Krankenhauses einziehen. Parallel sollen andere Teile des Gebäudes wie der sogenannte „Zackentrakt“ abgerissen und das Hauptgebäude saniert werden. Ab dem 1. Februar 2017 sollen dort die insgesamt 250 Flüchtlinge unterkommen. Im Erdgeschoss soll außerdem ein „multifunktionales Stadtteilzentrum" entstehen, das „nach Ende der Flüchtlingskrise“ Brune zufolge mit den dann frei werdenden Räumen „ein ziemlich großes Stadtteilzentrum“ werden könnte. hö