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Hann Münden Schüler halten Bienen
Die Region Hann Münden Schüler halten Bienen
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15:00 04.04.2019
Wer Bienen schätzt, schützt sie auch: Grundschüler aus Hermannshagen mit Schulleiter Stefan Eckhardt vor ihren Bienenkästen Quelle: Caspar
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Hann. Münden

Eine Imkerei mit zwei Bienenvölkern hat Stefan Eckhardt an der von ihm geleiteten Grundschule Hermannshagen eingerichtet. 24 Schüler kümmern sich seit April um die Insekten, ernten Honig und Wachs.

„Der Förderverein hat uns rund 3500 Euro zur Verfügung gestellt“, berichtet der kommissarische Schulleiter. Davon habe die Grundschule zwei blaue Bienenkästen, eine Honigschleuder und die Gerätschaften zum Abfüllen des Honigs gekauft. Außerdem seien 24 Imkerjacken mit Gesichtsschleier besorgt worden. Zudem verfüge die Schule nun über das notwendige Werkzeug.

Smoker, Stockmeißel und Handbesen

„Mit dem sogenannten Smoker lässt sich Rauch erzeugen“, erläutert Christof Neuhaus vom Imkerverein. Gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Thorsten Diek betreut er die Schüler. Der Rauch täusche einen Waldbrand vor. Die besorgten Bienen saugten dann Honig auf und warteten auf den Waben sitzend, dass es heiß werde und sie fliehen müssten. Mit dem Stockmeißel ließen sich unter anderem verschmutzte Stellen sauber kratzen. Ein Handbesen diene dazu, Bienen zur Seite zu fegen. Mit dem Wabenzieher ließen sich die mit Honig gefüllten Rahmen aus den Bienenkästen herausziehen.

Mit 30 Kilogramm Honig pro Volk rechnet Schulleiter Eckhardt pro Jahr. „Meine eigenen Völker bringen es auf bis zu 80 Kilogramm“, berichtet der Lehrer, der selbst Hobby-Imker ist. Die Schulbienen würden die vielen Obstbäume in den Gärten des angrenzenden Wohngebiets anfliegen. Im Sommer sammelten sie im nahen Wald den Honigtau der Blattläuse. Erstmals Honig ernten könnten die Schüler voraussichtlich Mitte Mai.

Beitrag gegen das Insektensterben

„Insekten nützen den Menschen“, möchte der kommissarische Schulleiter den Kindern vermitteln. Bienen seien auch nicht gefährlich. Sie würden nur im äußersten Notfall zustechen. Wer die Insekten eine Weile beobachte, verliere die Scheu. Schätzten die Kinder die Tiere, schützten sie sie auch, hofft Eckhardt mit Blick auf das Insektensterben.

Heimische Stauden und Sträucher

Als „kleine Botschafter“ sieht Imker Neuhaus die Schüler. Zuhause könnten sich die Kinder für Insekten einsetzen. Bei vielen Zierpflanzen seien Nektar und Pollen, auf die Insekten angewiesen seien, „weggezüchtet“ worden, ergänzt Eckhardt. Im Garten sollten daher besser heimische Stauden und Sträucher wachsen.

Ungemähter Rasen ist die perfekte Wildbienenweide

„Würde ein Teil des Rasens nur zweimal im Jahr gemäht, blühten dort Blumen – die perfekte Wildbienenweide“, sagt der Schulleiter. Ein Anliegen sei ihm zudem, wenn Hauseigentümer keine pflegeleichten Kiesbeete in Vorgärten anlegten. Auch der Verzicht auf Spritzmittel und die Anlage von Insektenhotels helfe den Tieren.

Wildbienen in Deutschland

„Es gibt mehr als 560 verschiedene Arten von Wildbienen in Deutschland“, berichtet Eckhardt. Fast alle Arten lebten einzeln. Oft könnten die Insekten nur einige 100 Meter weit fliegen. Fänden sie in diesem Umkreis nicht ausreichend Nektar, würden sie sterben. Die Honigbiene schaffe dagegen Strecken von bis zu acht Kilometern. Über Phasen, in denen die Nahrungsgrundlage knapp sei, kämen sie dank der Zuckerlösung hinweg, mit der Imker ihre Völker fütterten.

Von Michael Caspar

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