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Hann Münden Stadt muss naturschutzrechtliche Bedenken der Anwohner prüfen
Die Region Hann Münden Stadt muss naturschutzrechtliche Bedenken der Anwohner prüfen
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07:00 22.06.2019
Anwohner meinen, dass sich ihre Gärten zu schützenswerten Biotopen entwickelt haben: Ein Gutachter müsste das prüfen. Quelle: R
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Hann. Münden

Um die Fortführung des umstrittenen Umlegungsverfahren am Galgenberg geht es am Montag um 15 Uhr im Verwaltungsgebäude, Böttcherstraße 3, im Hann. Mündener Stadtentwicklungsausschuss.

Der Landkreis hat die Stadt aufgefordert, die naturschutzrechtlichen Bedenken der Bürgerinitiative gegen eine Erschließung der Hinterliegergärten zu prüfen. Aus Sicht der betroffenen Anwohner ist aufgrund der in ihren Gärten entstandenen Biotope der gültige Bebauungsplan hinfällig. Er sieht dort Bauplätze vor, die die Stadt mit dem Umlegungsverfahren erschließen will.

Die Stadt, teilte die Untere Naturschutzbehörde Hann. Münden mit, muss in begründeten Verdachtsfällen vorgebrachte Hinweise und Bedenken prüfen. Da die Stadtverwaltung jedoch nicht über die notwendige Fachkunde verfügt, diskutiert der Ausschuss nun über die Beauftragung eines Gutachters. Er würde den Bestand erheben und bewerten. Für die Umlegungen sind im aktuellen Haushalt 100.000 Euro eingestellt. Sobald eine Haushaltsgenehmigung vorliegt, könnte daraus ein Gutachten bezahlen.

Wald und geschützte Arten

Würde der Befund positiv ausfallen, müsste die Stadt die Situation juristisch beurteilen lassen. Sollte sich herausstellen, dass sich im Bereich Wald entwickelt hat oder geschützte Arten in dem Gebiet beheimatet sind, wären Maßnahmen zur Vermeidung beziehungsweise zur Minimierung der Eingriffe erforderlich. Sind erhebliche Gefährdungen nicht auszuschließen, wäre von der Naturschutzbehörde eine Ausnahme zu prüfen. Sie erfordert unter anderem den Nachweis, dass es keine Planungsalternativen gibt.

Alternativ kann die Stadt der Argumentation der Bürgerinitiative folgen und die Teilfläche aus der Umlegung herausnehmen. In diesem Fall muss der Bebauungsplan in diesem Teilbereich geändert werden, um den Erhalt der Grünstrukturen sicherzustellen. Damit wäre dann ausgeschlossen, dass bei einem späteren Sinneswandel der Anwohner oder bei einem Eigentümerwechsel die rückwärtigen Bauplätze doch noch erschlossen würden.

Neubedarf an 400 Wohneinheiten

Hintergrund des Umlegungsverfahrens ist der Wohnraummangel in Hann. Münden. Der Landkreis schätzt den Neubedarf auf 400 Wohneinheiten bis zum Jahr 2025. Um den Bedarf zu decken, muss die Stadt erhebliche Baulandreserven mobilisieren. Dies soll nach den Vorgaben von Bund und Land vorrangig in der Stadt selbst und nicht auf der grünen Wiese geschehen. Am Galgenberg ließen sich mit der Erschließung des Umlegungsgebiets rund 18 zusätzliche Grundstücke für 25 bis 30 Wohneinheiten schaffen.

Ein Teil des Umlegungsverfahrens ist nach Darstellung der Stadt in jedem Fall durchzuführen. Die Armesündergasse ist nämlich auszubauen, die Versorgungsleitungen dort zu erneuern.

In der Ausschusssitzung geht es zudem um das Fachwerk5Eck, das Energetische Quartierskonzept Neumünden und einen Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Ruhegebiet Steinberg/Hühnerfeld. Es wird ein Sachstandsbericht zur anstehenden Sanierung der Wanfrieder Schlagd gegeben und über die Überarbeitung des Einzelhandelskonzept gesprochen.

Von Michael Caspar

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