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Hann Münden Deutlich mehr Leichtverletzte
Die Region Hann Münden Deutlich mehr Leichtverletzte
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17:10 29.03.2017
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Insgesamt habe die Polizei 938 Unfälle im vergangenen Jahr in Hann. Münden, Dransfeld und der Gemeinde Staufenberg erfasst, teilte der Dienststellenleiter des Mündener Polizeikommissariats, Dirk Schneider, mit. Dies entspreche einem Rückgang von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei habe man, wie bereits 2015, 36 schwer verletzte Personen und einen Unfalltoten zu beklagen gehabt.

Den deutlichen Anstieg um fast 17 Prozent bei den leicht verletzten Verkehrsteilnehmern erklärte Schneider mit der Zunahme von Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie der Vernachlässigung der Anschnallpflicht. Auch die Nutzung von Handys am Steuer spiele nach seinen Angaben immer wieder eine große Rolle.

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Nach wie vor werden nach Schneiders Auskünften viele Unfallfluchten zur Anzeige gebracht. Mit 227 Anzeigen in 2016 gegenüber 252 in 2015 sei die Tendenz aber rückläufig. Die Aufklärungsquote betrage unverändert 43 Prozent. 

Die im Jahr 2015 vergleichsweise niedrige Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss (10) habe sich nach der aktuellen Auswertung mehr als verdoppelt. So wurden im vergangenen Jahr 21 Unfälle erfasst, bei denen Alkohol eine Rolle spielte. „Der signifikante Anstieg bei den alkoholisierten Unfallbeteiligten veranlasst uns, auch in diesem Jahr gezielte Kontrollaktionen durchzuführen“, so Schneider.

Auch an den Unfallschwerpunkten der Kradfahrer will die Polizei verstärkt kontrollieren. Diese Kontrollen sind nach Aussage Schneiders vor allem in den Schedener Kurven sowie auf der B496 im Abschnitt zwischen Hann. Münden und Lutterberg notwendig. Immer wieder seien in den Bereichen Unfallopfer zu beklagen, die sich Rennen lieferten und ihre waghalsigen Spritztouren sogar mit Kameras filmten. sw