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Hann Münden Workshops statt Demo bei „Fridays for Future“ in Münden
Die Region Hann Münden Workshops statt Demo bei „Fridays for Future“ in Münden
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16:00 27.09.2019
Auf einem zentralen Tisch werden möglichkeiten aufgezeigt, Altpapier sinnvoll zu nutzen - etwa zum Basteln. Quelle: Markus_Hartwig
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Hann. Münden

„Anhand verschiedener Mitmachaktionen möchten wir den Kindern während des Aktionstags die Möglichkeit geben, sich mit den Themen Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen, erklärte Antonia Phlippen. Dazu hatte die Ortgruppe Geschwister-Scholl-Haus eingeladen, pünktlich um acht Uhr begann dort die Veranstaltung.

Möglichkeit zum Austausch

„Wir bieten an diesem Freitag etwas Praktisches an und möchten Kindern, Eltern und Helfern über dieses Treffen auch die Möglichkeit des Austauschs bieten“, so Antonia Phlippen zur Intention, diesen Tag zu veranstalten. Hierzu hatte man im Vorfeld unter anderem Initiativen sowie die Politik angefragt, sich entsprechend einzubringen.

Insektenhäuser und Kleidertausch

Über das Geschwister-Scholl-Haus verteilt gab es für die jungen wie älteren Besucher diverse Angebote, sich mit Umweltthemen, Klima und Nachhaltigkeit zu beschäftigen. So konnten beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem NABU Insektenhäuser angefertigt werden. Die teilnehmenden Schulen und Kindergärten konnten diese mitnehmen, um im kommenden Jahr die Nutzung der Bruthilfe für Bienen und andere Insekten zu beobachten. Ein weiteres Umweltthema wurde ein paar Meter weiter präsentiert: Beim „Kleidertausch“ waren die Schüler eingeladen, nicht mehr benötigte Kleidungsstücke mitzubringen. Über eine Tauschbörse konnten diese dann in neue Hände kommen. „Wir möchten so zeigen, dass alte Klamotten nicht einfach entsorgt werden müssen, sondern auch ressourcenschonend wiederverwendet werden können“, beschrieb Sara Drubel, ebenfalls von der „Fridays for Future“-Ortsgruppe.

Beutel aus Tops

Am Nachbartisch wurde Stoff geschnitten und geknotet. Beim genaueren Hinsehen waren es Tops und Unterhemden, die bei diesem „Upcycling“-Workshop mit etwas handwerklichem Geschick in fantasievolle Taschen verwandelt wurden: Die Schulterriemen der Tops dienten als Träger für die späteren Beutel, und in den unteren Rand der Hemden wurden Fransen geschnitten. Stabil verknotet dienten sie sowohl als Hingucker als auch robuster Verschluss.

Bienenwachs-Tuch

Auch die Themen Mülltrennung und CO2-Bilanz von Nahrungsmitteln wurden bei dem Aktionstag vermittelt. An einem großen Tisch in der Mitte des Hauptraumes wurde geschnitten und Gebastelt. Das Thema hier: Vermeidung von Altpapier und was sich daraus machen lässt. Interessant auch der „Bienenwachs-Tuch-Stand“. Als Basis dienten hier mittelgroße Stoffreste, die durch ein Bügeleisen mit heißem Wachs benetzt wurden. Einmal aufgebügelt, wird das Wachs hart. Wird das imprägnierte Tuch dann im Kühlschrank als Ersatz für Frischhaltefolie, zum Abdecken von Schalen oder Einwickeln von Lebensmitteln gebraucht, wird es noch härter.

Alle eingeladen, kaum einer zugesagt

Ein voller Erfolg sollte dieser Freitag für die „Fridays for Future“-Ortsgruppe allerdings nicht werden. „Wir hatten alle Mündener Schulen und Kindergärten eingeladen. Zugesagt hatten am Ende neben einer Schule drei Kindergärten.“ Antonia Phlippen weiß nicht, was sie davon halten soll. „Andere Aktionstage werden genehmigt. Fühlen sich die Schulen nicht mehr für Aufklärung zuständig?“ Ein kleiner Trost für sie ist, dass die Mündener Drei-Flüsse-Realschule über die vergangene Woche verschiedene Umwelt-Projekte umgesetzt und Bäume gepflanzt hat. Am kommenden Donnerstag, kündigt sie an, soll darüber hinaus in Gimte ein „Einheitsbuddeln“ stattfinden. Ziel: Möglichst viele Bäume pflanzen.

Von Markus Hartwig

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