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Northeim 200 Hilfskräfte bei Gasalarm in Helios-Klinik in Bad Gandersheim
Die Region Northeim 200 Hilfskräfte bei Gasalarm in Helios-Klinik in Bad Gandersheim
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08:18 05.06.2019
Gasalarm in Gandersheimer Helios-Klinik Bad Gandersheim und Umgebung. Quelle: Mennecke/Kreisfeuerwehr
Bad Gandersheim

Deutlich wahrnehmbarer Gasgeruch hat am Dienstag zu einem Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienste in Bad Gandersheim geführt. Nach Angaben der Polizei in Northeim war der „auffällige“ Gasgeruch im Gandersheimer Helios-Krankenhaus am Dienstagnachmittag gegen 16.44 Uhr auffälliger Gasgeruch gemeldet worden. Auch benachbarte Anwohner hätten den Geruch bestätigt, der auch wenig später aus Richtung Innenstadt bis hin zum Lohmühlenweg wahrnehmbar gewesen sein soll.

Gasalarm in Gandersheimer HELIOS-Klinik und Umgebung Quelle: Mennecke/Kreisfeuerwehr

Die Klinik-Leitung habe daher, so die Polizei weiter, zunächst eine Evakuierung der Gebäude erwogen. Der Bereich um das Krankenhaus sei weiträumig abgesperrt worden, berichtet Konstantin Mennecke, Sprecher der Kreisfeuerwehr Northeim. Wegen des „überaus schnellen“ Eintreffens der Feuerwehr unter Leitung von Stadtbrandmeister Kai-Uwe Rostock und seinem Vertreter Wilfried Nobel sei das aber nicht mehr nötig gewesen. 200 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und THW aus den Kreisen Northeim, Göttingen und Goslar waren im Einsatz.

Gasversorger Avacon gibt Entwarnung

Messungen hätten in der Folge keine erhöhte Gaskonzentration ergeben. Nach Eintreffen des Gasversorgers sei Entwarnung gegeben worden.

Als Grund für den Alarm gibt die Polizei einen neuen Geruchsstoff an, der dem Gas zugesetzt war. Dieser sei durch die Dichtungen der Gasleitungen nach außen gelangt und habe zu der auffälligen Geruchsbelästigung geführt. Gas sei aber war zu keinem Zeitpunkt ausgetreten, meldet die Polizei. Gegen 18 Uhr war der Einsatz von Polizei und Feuerwehr beendet.

Neuer Geruchsstoff fürs Erdgas

Nach Angaben der des Gasversorgers Avacon Netz GmbH werde zwischen dem 3. und 7. Juni im Landkreis Northeim der den Duftstoff für Erdgas umgestellt. Damit würden die Einwohner nach wie vor am schwefelhaltigen Geruch erkennen, dass Gas ausströmt, heißt es in einer Avacon-Mitteilung. Mit dem neuen Geruchsstoff soll die Anwendung von Erdgas umweltfreundlicher werden, da darin weniger Schwefelanteile enthalten sei. „Nach wie vor ist aber sichergestellt, dass auch schon geringste Mengen ausströmenden Gases wahrgenommen und rund um die Uhr unter 08 00 / 4 28 22 66 bei Avacon gemeldet werden können“, heißt es darin.

Den typischen Gasgeruch erhalte das eigentlich geruchsneutrale Erdgas erst durch die Beimischung von Duftstoffen. Dadurch könne ausströmendes Gas schnell und bereits in kleinsten Mengen wahrgenommen werden. Bisher sei dem Erdgas das Geruchsmittel Tetrahydrothiophen, kurz THT, zugesetzt. Nun erfolge die Umstellung auf das bewährte und zugelassene Mittel Spotleak 1005.

Von mib

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