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Northeim Anker-Verein ändert Satzung
Die Region Northeim Anker-Verein ändert Satzung
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00:28 29.04.2018
Manfred R. Helbig, Vorsitzende Christine Behne, Ladenleiterin Renate Thofern und der stellvertretende Vorsitzender Peter von Roden (v.l) im Anker-Laden.
Manfred R. Helbig, Vorsitzende Christine Behne, Ladenleiterin Renate Thofern und der stellvertretende Vorsitzender Peter von Roden (v.l) im Anker-Laden. Quelle: Peter Heller
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Nörten-Hardenberg

„Die Änderung der Satzung bezieht sich unter anderem auf den Zweck des Vereins“, erklärt Vorstandsmitglied Manfred Helbig. Zur Erfüllung des Vereinszwecks betreibt der Verein den Anker-Laden, an der Göttinger Straße, in dem sozial benachteiligte Menschen zu günstigen Preisen einkaufen können. Außerdem gibt es seit 2016 die sogenannten „Anker-Mahlzeiten“. Die Mahlzeiten werden mittwochs im katholischen Pfarrheim in Nörten-Hardenberg ausgegeben. An diesen können nicht nur sozial benachteiligte, sondern auch Alleinstehende teilnehmen. Die Mahlzeiten werden entweder von Gastronomen aus der Region zubereitet oder es gibt besondere Veranstaltungen, bei denen beispielsweise die Kinder des katholischen Kindergartens kochen. „Wir müssen zudem in die Satzung aufnehmen, dass diejenigen, die ehrenamtlich für den Verein tätig sind, eine Aufwandsentschädigung erhalten“, sagte Helbig. Eine weitere Änderung betrifft die Ladenleitung und die Büroleitung, denn hier muss festgeschrieben werden, dass diese in ihren Funktionen an den Vorstandssitzungen des Vereins teilnehmen können.

Gemeinnützigkeit durch Fehlentscheidungen verloren

Die Mitglieder werden während der Versammlung auch über den aktuellen Stand der Auseinandersetzungen mit ehemaligen Vorstandsmitgliedern informiert. Durch deren Fehlentscheidungen war dem Verein, den es seit 2008 gibt, die Gemeinnützigkeit aberkannt worden. Dadurch ist dem Verein nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden Peter von Roden ein Verlust von mehreren Tausend Euro entstanden. Unter anderem musste der Verein dadurch eine Steuernachzahlung an das Finanzamt und Gewerbesteuerzahlungen an die Gemeinde Nörten-Hardenberg leisten. „Das waren allein schon etwa 3200 Euro“, sagt von Roden.

Unterstützung durch Gemeinde

Auch wenn die Fehlentscheidungen des ehemaligen Vorstandes des Vereines noch immer belasten würden, so sieht von Roden nach eigenen Angaben jetzt doch Licht am Ende des Tunnels. Während der Versammlung stehen keine Vorstandswahlen an. Allerdings müssen die Mitglieder bestätigen, dass Doppelfunktionen innerhalb des Vorstandes zulässig sind. „Wir sind dankbar, dass die Gemeinde Nörten-Hardenberg uns nicht nur in den schweren Zeiten unterstützt hat, sondern auch jetzt noch für uns da ist“, sagt von Roden. Er hofft, dass der Verein seine Existenzberechtigung in Zukunft weiterhin mit guten Taten belegen kann.

Zur Diskussion stellen wollen die Vorstandsmitglieder während der Veranstaltung im Balobi in Nörten Hardenberg, ob das zehn-Jährige Bestehen des Vereins im Oktober mit einem Fest begangen werden soll. Hierzu soll nach Möglichkeit ein Beschluss gefasst werden.

Von Vera Wölk

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