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Northeim Weniger Gewerbe, mehr Wohnen
Die Region Northeim Weniger Gewerbe, mehr Wohnen
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00:17 03.03.2017
Von Britta Eichner-Ramm
Ansicht der Reihenhäuser, die am nördlichen Rand des Gebietes entlang der Espolde entstehen sollen. Jeweils zwei Stellplätze pro Haus sind vorgesehen. Quelle: A+W-Architekten
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Hardegsen

Der ursprüngliche Plan, mit dem die Stadt in das Bieterverfahren gegangen war, sei in Absprache mit dem Investor, der Göttinger Firma Dawe, kritisch analysiert und angepasst worden. Jetzt unterscheide sich die Planung sowohl in der Struktur der Gebäude als auch im Verhältnis von Wohnen zu Gewerbe, erläuterte Albrecht dem Gremium und etwa 30 Zuhörern während der Sitzung.

Die neue Planung sieht im Norden des 3214 Quadratmeter großen Geländes vier Reihenhäuser und ein weiteres mit an die Grundstücksgrenze angepasstem Grundriss vor. Außerdem sind drei Stadthäuser mit jeweils fünf Wohnungen und darüber hinaus eine etwa 200 Quadratmeter große, „nicht störende Gewerbeeinheit“ vorgesehen. Die Erschließung der Reihenhäuser soll vom Mühlenstieg aus über eine eigene Spielstraße erfolgen. Sie seien als „Starterhäuser“ konzipiert und böten von 120 bis zu 160 Quadratmeter Fläche, das Grundstück der vier gleichen Häuser habe zirka 250 bis 300 Quadratmeter einschließlich eines kleinen Gartenanteils nach Süden. Zwei Stellplätze pro Reihenhaus seien vorgesehen. An der nordöstlichen Ecke des Areals soll ein Sonderhaustyp mit etwa 150 Quadratmetern entstehen, wobei die konkrete Gestaltung noch offen sei, sagte Albrecht.

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Entlang der östlichen und südlichen Grundstücksgrenze ersetzen drei Stadthäuser die anfangs präsentierte „zeilenartige Bebauung“. Jedes der drei Mehrfamilienhäuser soll im ersten und zweiten Obergeschoss jeweils vier 60 beziehungsweise 80 Quadratmeter große Wohnungen sowie ein Penthouse mit 90 bis 100 Quadratmetern und Dachterrasse bekommen. Das Erdgeschoss soll, so erklärte Albrecht, etwa einen halben Meter ins Bodenniveau eingelassen werden, sodass es optisch eher wie ein Sockel- als ein Vollgeschoss wirke. Hier würden jeweils vier Garagen, Kellerräume und die Haustechnik untergebracht. Die drei Mehrfamilien-Stadthäuser werden laut Planung über den gemeinsamen Hofbereich erschlossen. Alle Gebäude seien barrierefrei ausgelegt. Bezüglich der Gebäudehöhen legten die Ausschussmitglieder Wert darauf, dass die Gebäude auf maximal drei Vollgeschosse begrenzt werden und die Penthouse-Wohnungen so angeordnet werden, dass die Bauten von der Straße her nicht zu wuchtig wirken. Diese Ergänzung wurde beim Empfehlungsbeschluss schließlich so mehrheitlich angenommen. In der anschließenden Einwohnerfragestunde merkte eine Bürgerin an, dass die vorgesehenen Flachdächer „nicht besonders gut ins Stadtbild passen“. Ein anderer Einwohner kritisierte, dass die Stellplätze für die mögliche Gewerbeeinheit am Mühlenstieg ausgewiesen werden sollen.