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Northeim Ausbau der A7 auf fast 30 Kilometern
Die Region Northeim Ausbau der A7 auf fast 30 Kilometern
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08:00 13.06.2018
Großbaustelle an der A7. Quelle: dpa
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Nörten-Hardenberg

Angereist war Matthias Schmidt, Geschäftsführer von Via Niedersachsen. Exakt 29,2 Kilometer müssten auf dem 60 Kilometer langen Gesamtabschnitt von vier auf sechs Fahrspuren verbreitert werden. Damit sei im Juni vergangenen Jahres begonnen worden, abgeschlossen würden die Arbeiten voraussichtlich Ende November 2021.

Die 60 Kilometer Autobahn zwischen Göttingen und Bockenem umfassen neben den beiden Richtungsfahrbahnen neun Anschlussstellen, zwölf Park- und WC-Anlagen, 17 Brücken und zwei Tank- und Rastanlagen.

In fünf Bauabschnitten will Via Niedersachsen die noch gut 29 vierspurigen Kilometer auf sechs Fahrspuren bringen, erläuterte Schmidt. Dies deshalb, weil Auto- und Lkw-Fahrern nicht zuzumuten sei, Dutzende Kilometer am Stück über verengte Spuren in Baustellenbereichen zu fahren: „Das bedeutet viel Stress.“ Auch aus Sicherheitsgründen seien daher „Erholungspausen“ vom Baustellenverkehr notwendig.

Sperrungen wegen Brückenabriss

Der sechsspurige Ausbau betrifft den Bereich nördlich von Nörten-Hardenberg bis nach Seesen. Im laufenden Jahr werde es noch zwei temporäre Sperrungen der Autobahn wegen des Abrisses von Brücken geben, kündigte Schmidt an. Während der gesamten Bauzeit werden außerdem vier Brücken abgerissen und durch neue ersetzt. Dazu kommt der Neubau von zwei Wildbrücken.

Außerdem müssen neue Regenrückhalte- und Klärbecken angelegt werden. Auch wegen zunehmender Wolkenbrüche mit Starkregen „werden die immer wichtiger“, so der Via Niedersachsen-Chef. Überall dort, wo wegen der Verbreiterung Boden abgetragen werden muss, begleiten archäologische Grabungen die Erdarbeiten, erläuterte Schmidt. Ein weiteres Erfordernis: Wegen der Verbreiterung der A 7 muss die parallel verlaufende Bundesstraße 248 an drei Stellen verlegt werden, weil sie zu nahe der Autobahntrasse verläuft.

Nachdem Schmidt auch die Aufgaben seines Unternehmens zur Erhaltung des ihm übertragenen Autobahnabschnittes erläutert hatte („Wir machen genau das, was unsere Vorgänger, die traditionellen Autobahnmeistereien, auch gemacht haben“), gab es Fragen aus den Reihen des Bauausschusses. Zum Beispiel zu möglichen Beschädigungen der Straßen abseits der Autobahn zu den Mehrbelastungen durch den Baustellenverkehr mit schweren und überschweren Fahrzeugen. Schmidts Antwort: „Wir hinterlassen keine verbrannte Erde. Schäden, die wir verursacht haben, beheben wir.“ Den Zustand von Straßen, die durch den Via-Baustellenverkehr über Gebühr belastet würden, werde vor Beginn der Arbeiten per Video dokumentiert. Die Aufnahmen könnten bei der Meldung von Schäden zum Vergleich herangezogen werden.

Überlastete Umleitungen

Eine weitere Frage galt den nicht selten überlasteten Umleitungen. Immer wieder mal komme es vor, dass bei absehbaren Sperrungen der Autobahn, beispielsweise bei Bauarbeiten, auf der vorgesehenen Umleitung ebenfalls eine Baustelle eingerichtet sei, schlimmstenfalls mit Einspur-Regelung mittels Ampel. Die Folge: noch längere Staus als ohnehin schon. Die verschiedenen Behörden sollten sich besser abstimmen, so die Forderung.

Auch der Via-Geschäftsführer konnte sich über mangelnde Abstimmung zwischen Behörden beklagen: So sei sein Unternehmen von dem Bau eines Verkehrkreisels westlich von Nörten-Hardenberg direkt an der Autobahn überrascht worden. Der Radius des derzeitigen Provisoriums sei für schwere Lastwagen ziemlich gering. Und auch in anderer Weise fühlt sich Schmidt von niedersächsischen Gepflogenheiten überrascht: „Daher, woher ich komme“, sagte der aus Baden-Württemberg stammende Via-Chef, „kennen wir keine Wildbrücken.“

Von Matthias Heinzel

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