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Northeim Appell zu Wachsamkeit und Mithilfe
Die Region Northeim Appell zu Wachsamkeit und Mithilfe
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00:17 24.02.2016
Von Claudia Nachtwey
Heinz Behrends (r.) warnt vor Ignoranz von Tatsachen.
Heinz Behrends (r.) warnt vor Ignoranz von Tatsachen. Quelle: Swen Pförtner
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Lindau

Bündnis-Sprecherin Lore Exner begrüßte die Menge mit den Worten: „Wir demonstrieren für ein weltoffenes, tolerantes, demokratisches Lindau und sind gekommen, um Gesicht zu zeigen.“ Dabei spielte sie auch auf die drei vermummten Gestalten an, die in ein paar Metern Abstand von der Menge eben kein Gesicht zeigten. Hauptredner war der Superintendent i.R des Landkreises Northeim Heinz Behrends. „Meinungen werden in der rechten Szene vertreten, Tatsachen werden ignoriert“, sagte Behrends und verwies auf Fakten: Laut Polizeiberichten habe die Gewaltkriminalität im Landkreis Northeim nicht zugenommen, seit etwa 500 Flüchtlinge in verschiedenen Einrichtungen untergekommen seien. Behrends meinte, andere Tatschen würden unsere Welt destabilisieren: „Die Gier der Banker im Westen hat unser System fast zum Einsturz gebracht.“ Dass die AfD nun fordere, unsere christlichen Werte mit Waffen zu verteidigen, grenze an Kabarett. Behrends thematisierte die geplante Aufnahmestelle im ehemaligen Max-Planck-Institut in Lindau. „Niemand soll verniedlichen, was es bedeutet, wenn in Lindau eine Außenstelle Friedlands mit 800 Plätzen entsteht.“ Aber er appellierte an die Menschen, wachsam zu bleiben für die Vereinfacher, die keine Lösung haben. „Wenn jeder da mithilft, wo er kann, bleiben Hände und Verstand in Bewegung“, schloss Behrends.

„Bunt“ bekannte sich auch die Band „Rock Seven“ aus Gillersheim. Sie begleitete die Kundgebung des Bündnisses mit mehreren Songs.