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Northeim Vielfalt und Toleranz
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21:58 22.05.2016
Von Gunnar Müller
Doris Glahn (rechts) Doris Glahn spricht beim Bündnis „bunt statt braun“ in Lindau über rechte Frauen.
Doris Glahn (rechts) Doris Glahn spricht beim Bündnis „bunt statt braun“ in Lindau über rechte Frauen. Quelle: Müller
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Lindau

„Hier gehen Bürger auf die Straße, um für diese Sache einzutreten“, sagte Uwe Ahrens (parteilos). Der Katlenburg-Lindauer Bürgermeister wolle mit seiner Anwesenheit das Bündnis unterstützen. 50 Eichsfelder, so Ahrens, die am Sonntag in Lindau demonstrierten, stünden stellvertretend für die vielen Bürger, die sich selbst nicht trauten, dennoch aber die Ziele des Bündnisses teilten.

Es gelte, rechte Gruppierungen als das zu entlarven, als das, was sie wirklich seien, so Glahn: „Rückwärtsgewandte, demokratiefeindliche Gruppierungen, die keine Lösung anbieten, sondern Ängste und zum Schluss Gewalt schüren“.

Geschickt nutzten sie dabei das bürgerliche Image rechter Frauen. Wie „neonazistische Missionarinnen“ versuchten diese strategisch, das gesellschaftliche Leben zu unterwandern, führte Glahn aus: „Sie eröffnen Kindertagesstätten, lassen sich als Elternbeiräte wählen und organisieren Kinderfeste“. Über diese Themen versuchten sie Kontakte zu knüpfen und diese für ihre rechte Gesinnung zu missbrauchen. Dabei strebten Rechte und Rechtspopulisten wie die AfD ein überkommenes Frauenbild an: „Wir wollen nicht zurück zu einem Frauenbild aus dem vorherigen Jahrhundert. Das passt nicht in unsere moderne Gesellschaft.“ Auch die weiblichen Opfer der Silvesternacht in Köln würden von den Rechten nur instrumentalisiert.

„Wir alle sind in der Verantwortung, das Ansteigen rechtspopulistischer und rechtsextremer Gruppierungen zu stoppen“, forderte die SPD-Politikerin. Dabei gelte es auch, einem Alltagsrassismus zu widersprechen, in Familien, Vereinen und am Arbeitsplatz: „Wir müssen die klare Botschaft vermitteln, dass wir für Vielfalt stehen, für Offenheit und Toleranz.“