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Northeim Etwas mehr Arbeitslose im Mai
Die Region Northeim Etwas mehr Arbeitslose im Mai
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11:36 29.05.2019
Die Zahlen auf dem Arbeitsmarkt präsentieren sich im Mai stabil. Quelle: r / Grafik Reyer
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Göttingen / Northeim

Im Mai waren in den Landkreisen Göttingen und Northeim insgesamt 12 854 Menschen bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern der Region arbeitslos gemeldet – und damit 39 mehr als im April. Nach einem Bericht der Agentur für Arbeit liegt die Arbeitslosenquote damit weiterhin bei 5,3 Prozent.

Im Vergleich zum Mai 2018 sei die Zahl der Arbeitslosen um 568 gesunken. Das entspreche einem Rückgang von 4,2 Prozentpunkten, wie die Agentur für Arbeit in Göttingen am Donnerstag mitteilte. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk, zu dem die Landkreise Göttingen und Northeim gehören, unterliege weiterhin „saisonal bedingten Höhen und Tiefen“. Bemerkenswert ist allerdings: Seit Februar 2018 werden die Werte des jeweiligen Vorjahresmonats konstant unterschritten.

Der leichte Anstieg der Arbeitslosenzahlen betraf im Mai sowohl den Landkreis Göttingen als auch den Landkreis Northeim. Im Landkreis Göttingen liegt die Arbeitslosenquote nach Agenturangaben aktuell bei 5,4 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Insgesamt waren hier im Mai 9272 Menschen arbeitslos gemeldet, elf mehr als im April und 377 weniger als vor einem Jahr. Im Landkreis Northeim waren im zurückliegenden Monat demnach 3582 Menschen arbeitslos – 28 mehr als im April, 191 weniger als im Vorjahresmonat. Die aktuelle Arbeitslosenquote betrage hier 5,1 Prozent und liege damit 0,3 Prozentpunkte unter dem Mai-Wert des vergangenen Jahres.

4643 offene Stellen

Nach wie vor gebe es sehr viele offene Stellen, nämlich genau 4643. Das seien 163 mehr als im Vorjahresvergleich, auch wenn die Anzahl der neu gemeldeten Stellen zuletzt rückläufig gewesen sei. „Insbesondere die hohen Bestandszahlen im Bereich der gemeldeten Arbeitsstellen verdeutlichen, dass es für die Betriebe zunehmend schwieriger wird, ihre Stellen zeitnah zu besetzen“, sagt Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen. Im Durchschnitt dauere es derzeit 103 Tage, eine Stelle zu besetzen – also mehr als drei Monate. Besonders hoch sei nach wie vor der Bedarf an Fachkräften.

Die meisten Betriebe setzen im Hinblick auf den Fachkräftemangel nach Beobachtungen der Arbeitsagentur vor allem auf die Ausbildung junger Menschen. Die Agentur selbst und die Jobcenter würden aber auch versuchen, ältere Bewerber zu einem Berufsabschluss zu motivieren. Gläser wirbt weiterhin für dieses Angebot: „Eine gute Ausbildung ist nach wie vor die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und ist auch im Erwachsenenalter als Investition in die Zukunft zu sehen. Und Fachkenntnisse werden im Zeitalter der Digitalisierung wichtiger denn je“, meint der Arbeitsmarktexperte. Die Arbeitsagentur könne „berufsabschlussorientierte Weiterbildungen“ fördern – im Falle von Wiedereinsteigerinnen und Berufsrückkehrern sogar unabhängig vom Arbeitslosengeldbezug.

Mehr Ausbildungsstellen

Auf dem Ausbildungsmarkt sei derzeit noch „vieles in Bewegung“. Von den seit Oktober gemeldeten 2076 Ausbildungsplatzbewerbern hatten Ende Mai nach Agenturangaben 861 noch keine feste Zusage in der Tasche. „Allerdings sind die Chancen auf einen Ausbildungsplatz nach wie vor gut, denn 1550 der insgesamt seit Oktober gemeldeten 2873 Ausbildungsstellen waren im zurückliegenden Monat noch nicht abschließend vergeben“, meldet die Agentur. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sei die Zahl der Ausbildungsplatzsuchenden um 202 (8,9 Prozent) gesunken, die Zahl der Ausbildungsstellen hingegen um 286 (11,1 Prozent) gestiegen.

Infotag speziell für Frauen

Für den 17. Juni kündigt die Göttinger Arbeitsagentur einen Informationsvormittag speziell für Frauen an, bei dem es um verschiedene Umschulungsangebote in der Region gehen soll. Im Berufsinformationszentrum sollen dann verschiedene Bildungsträger ihre Qualifizierungsangebote vorstellen. Frauen sollen bei dieser Gelegenheit Einblicke in „vermeintliche Männerberufe“ vermittelt werden, wie es die Arbeitsagentur formuliert. Es gehe auch darum, das „typisch weibliche Berufswahlverhalten“ aufzubrechen. Die Gewinnung von Frauen für sogenannte MINT-Berufe sei ein erklärtes Ziel der Arbeitsagentur. „MINT“ steht als Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Von Markus Riese

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