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Northeim Oliver Draber als Geschäftsführer für „Living History gGmbH“ des Landkreises Northeim vorgestellt
Die Region Northeim Oliver Draber als Geschäftsführer für „Living History gGmbH“ des Landkreises Northeim vorgestellt
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17:00 13.03.2019
Eberhard Bohnsack von der Gemeinde Kalefeld, Uwe Seeger und Walter Müller vom Landkreis Northeim, die Bad Gandersheimer Bürgermeisterin Franziska Schwarz (SPD), die Northeimer Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos) und der erste Northeimer Kreisrat Jörg Richert (v. l.). Quelle: Levin
Northeim

Der Landkreis Northeim schreitet mit der Gründung des gemeinsamen Managements für das Römerschlachtfeld am Harzhorn, die Tongrube Willershausen und das Portal zur Geschichte in Bad Gandersheim voran. Am Mittwoch wurde mit Oliver Draber der Geschäftsführer der geplanten gemeinnützigen „Living History“-Gesellschaft vorgestellt.

Was der Landkreis, die Stadt Bad Gandersheim und die Kommune Kalefeld mit der Gesellschaft vor hätten, sei ein kluger Weg, „um Tourismusförderung in Form von Regionalmanagement voranzubringen“, sagte Draber bei seiner Vorstellung. Der 47-Jährige stammt aus Börßum im Harz und hat Verwaltungswirtschaft in Braunschweig studiert. Beworben habe er sich, weil er gern in seiner Heimatregion arbeiten möchte. „Es handelt sich um eine Querschnittsaufgabe“, meinte er. „Ich glaube, darin bin ich richtig gut.“

Kulturelle Stätten weiterentwickeln

„Living History“ – ein Arbeitstitel – soll als Dachorganisation für die drei kulturellen Stätten im Landkreis dienen. Diese „gGmbH“, also gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung, solle professionelles Marketing machen, welches bislang nur in Eigenregie passiert sei. „Wir glauben einfach, dass eine stärkere Vernetzung dieser drei Leuchttürme viel mehr interessierte Besucher bei uns in den Landkreis Northeim ziehen könnte“, sagte die Northeimer Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos). Die „Highlights“ des Landkreises sollen so weiterentwickelt und zukunftsfähig aufgestellt werden.

Für das Vorhaben gebe es eine Anschubfinanzierung von der Kreissparkasse Northeim und der Kultur- und Denkmalstiftung. „Sinn und Zweck der Geschäftsführung wird sein, Fördermittel zu akquirieren und über die Projektförderung Personalkosten abgedeckt zu bekommen“, meinte Klinkert-Kittel. Für diesen Posten wurde nun Draber ausgewählt.

Draber aus 18 Kandidaten ausgewählt

Dabei habe sich eine Auswahlkommission bestehend aus der Bad Gandersheimer Bürgermeisterin Franziska Schwarz (SPD), dem Kalefelder Bürgermeister Jens Meyer (SPD) und Vertretern des Referats Personal- und Finanzen des Landkreises mit den eingegangenen Bewerbungen auseinandergesetzt, sagte Uwe Seeger vom Landkreis. Von 18 Kandidaten empfahl sie Draber als künftigen Geschäftsführer.

Das Auswahlprozedere der Bewerber kritisierten einige Kommunalpolitiker als intransparent. Es hätte anders und besser laufen können, bemängelte Timo Dröge (CDU) aus dem Bad Gandersheimer Rat. Die Politiker hätten nicht genug Einblick in die Auswahl Drabers bekommen. Aus ihrer Sicht sei aber nichts falsch gelaufen, betonte hingegen die Landrätin.

Draber soll nun bereits an der Gesellschaftsgründung als Geschäftsführer beteiligt werden. Ihn motiviere an seiner neuen Aufgabe, dass die Gesellschaft bislang ein leeres Blatt Papier sei. „Ich freue mich darauf, das Ganze mit allen Beteiligten zu strukturieren – auch mit dem Ehrenamt“, erklärte er.

„Eine fast historische Situation“

Für die Stadt Bad Gandersheim könne so das Kloster Brunshausen, welches das Portal zur Geschichte beherbergt, gesichert werden, sagte Schwarz. Für eine Stadt mit einem kleinen Haushalt sei dies schwierig. „In ähnlicher Weise stehen auch die Tongrube und das Harzhorn vor diesem Problem.“ Die Gesellschaft sei eigentlich die einzige Möglichkeit, die kulturellen Orte weiterzuentwickeln. „Es ist eine fast historische Situation, dass wir das zum ersten Mal probieren.“

Nun müssen noch die politischen Gremien Weisungen für die künftige Gesellschaftsversammlung der „Living History gGmbH“ beschließen, damit Draber seinen Posten als Geschäftsführer antreten kann. Die Gesellschaft soll Mitte April notariell beurkundet und beim Amtsgericht eingetragen werden, um ihre Arbeit aufzunehmen.

Von Norma Jean Levin

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