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Northeim Göttinger Landwirte mit Veranstaltung am Maschsee zufrieden
Die Region Northeim Göttinger Landwirte mit Veranstaltung am Maschsee zufrieden
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18:30 22.10.2019
Ein Teil der Göttinger Delegation, die nach Hannover gereist war. Quelle: r
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Göttingen/Hannover

Morgens um fünf haben sich Landwirte aus der Region am Dienstagmorgen an der Biogasanlage bei Rosdorf getroffen, um sich gemeinsam auf den Weg zur Demonstration niedersächsischer Landwirte in Hannover zu begeben.

Hannover war dabei nur eine Station des bundesweiten Aktionstages der sich unter dem Motto „Wir rufen zu Tisch“ auf der Internetseite landschafftverbindung.de. gefunden hat. Die zentrale Kundgebung fand dabei in Bonn statt. Auch wenn sich der Protest unabhängig von einem Verband organisiert hat, so beteiligte sich Achim Hübner, Geschäftsführer des Landvolks Göttingen an der Aktion. Er war mit weiteren Landwirten aus der Region nachHannover gefahren, um an der Protestaktion am Maschsee teilzunehmen.

Nicht alle erreichen das Ziel

„Aus der Region Göttingen/Northeim waren 160 Trecker angemeldet, und diese waren auch da“, berichtet er. Dazu seien außerdem etwa 100 Personen gekommen, die mit Bussen und Pkws den Weg in die Landeshauptstadt angetreten haben. „Insgesamt waren rund 2000 Trecker da, wobei einige nicht mehr zum Veranstaltungsgelände vorgelassen wurden, sagt Hübner. Dies sei schade, weil einige eine weite Anreise gehabt hätten, ohne das eigentliche Ziel zu erreichen. Die große Anzahl an Treckern habe er zuvor in dieser Form nicht erwartet. Generell habe bei der Protestaktion eine positive Stimmung geherrscht, und es habe keine Zwischenfälle gegeben. Einzig verkehrstechnische Behinderungen habe es, wie vorhergesehen, gegeben.

Politiker sichern Gespräche zu

Die Demonstration als Ausdruck des Protests sei wichtig gewesen, da es mittlerweile mehrere Themen seien, die die Landwirte belasten. „Die Veranstaltung heute reit sich in Veranstaltungen wie den Tag des offenen Hofes und, Redet mit uns’ ein“, sagt Hübner. Außerdem sei es ein Kontrast zu dem stillen Protest, den die Landwirte in den vergangenen Wochen in Form der Grünen Kreuze an den Feldern gezeigt haben. „Am Maschsee ist der Frust jetzt einmal aus uns herausgeplatzt“, meint Hübner. Die Demo in Hannover nutzen auch Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) und Umweltminister Olaf Lies (SPD) zu den Landwirten. Nach Angaben Hübners sagten beide Minister zu. „Da werden wir jetzt abwarten müssen, was passiert“, sagt Hübner, der davon ausgeht, dass dieser Prozess mehrere Jahre in Anspruch nehmen werde. Er betonte aber auch, dass um Verbesserungen für die Landwirte zu erreichen ein Umdenken in der Gesellschaft stattfinden müsse. Dies hätten auch die beiden Landwirte, die am Maschsee gesprochen haben betont. „Sie sagten, dass es nicht mehr möglich sei etwas richtig zu machen, und, dass die Gesellschaft die Leistung der Landwirte nicht mehr anerkenne“, fasste Hübner die aus seiner Sicht wichtigsten Aussagen zusammen.

Landwirte als Teil der Lösung sehen

Ebenfalls nach Hannover gereist war Landwirt Markus Gerhardy aus Gieboldehausen. Für ihn war es gut zusehen, dass es eine große Solidarität gibt, und dass die unterschiedlichsten Betriebsformen bei der Veranstaltung am Maschsee vertreten waren. „Es sind zudem Gespräche mit der Politik über das weitere Vorgehen notwendig“, sagt Gerhardy. Dieser müssten dann auf Augenhöhe erfolgen. Wenn es für Landwirte keine Verlässlichkeit gebe, dann gebe es bald auch keine Familienbetriebe mehr. „Wir müssen als Teil der Lösung gesehen werden, und nicht als Teil des Problems dargestellt werden“, sagt er. Für Katharina Wille, die auch in Hannover dabei war, war es schade, dass die Demonstration nicht in der Innenstadt war. „Da hätten wir bestimmt mehr Aufmerksamkeit aus der Bevölkerung gehabt“, erklärt sie. Dennoch ist sie ebenso wie Hübner und Gerhardy mit der Veranstaltung zufrieden.

Von Vera Wölk

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