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Northeim Mieter soll Feuer in Mehrfamilienhaus in Northeim gelegt haben
Die Region Northeim Mieter soll Feuer in Mehrfamilienhaus in Northeim gelegt haben
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16:51 28.11.2019
Großeinsatz in Northeim: Die Feuerwehr rettet Menschen aus einem brennenden Wohnhaus. Quelle: Horst Lange/Kreisfeuerwehr Northeim
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Northeim

Bei einem Großeinsatz an einem Mehrfamilienhaus in Northeim hat die Feuerwehr am Mittwochabend mehrere Menschen aus ihren Wohnungen gerettet. Ein Feuer war nach Angaben der Polizei in einer Wohnung im Erdgeschoss des Hauses ausgebrochen. Vier Menschen wurden leicht verletzt. Die Polizei ermittelt wegen „besonders schwerer Brandstiftung“.

Die Rettungskräfte seien um 19.30 Uhr wegen „Rauchentwicklung aus dem Erdgeschoss“ in einem Mehrfamilienhaus in der Tschaikowskistraße alarmiert worden. Vor Ort stellte sich die Lage sogar noch dramatischer dar: Der Flur einer Wohnung stand nach Angaben der Polizei bereits im Vollbrand. „Personen standen an den Fenstern und mussten gerettet werden. Von außen waren bereits Flammen sichtbar, die letztlich Fenster zum Bersten brachten und nach außen am Gebäude hochschlugen“, berichtet Konstantin Mennecke, Sprecher der Kreisfeuerwehr Northeim.

Mit einer Drehleiter befreien Einsatzkräfte einen Bewohner des Hauses. Quelle: Horst Lange/Kreisfeuerwehr Northeim

Über zwei Drehleitern sowie Steckleitern befreiten die Feuerwehrleute vier Menschen aus dem Wohnhaus, wie die Feuerwehr mitteilt. Das Treppenhaus war zu diesem Zeitpunkt bereits stark verraucht, so dass es nicht mehr als Fluchtweg genutzt werden konnte. Etwa 35 Minuten nach der Alarmierung sei das Feuer gelöscht gewesen, so die Polizei. Das Gebäude ist derzeit unbewohnbar. Der Schaden liege bei etwa 300.000 Euro.

Das Feuer war in der mittleren von drei Wohnungen im Erdgeschoss des Wohnhauses ausgebrochen. Der Mieter der Wohnung wird verdächtigt, für den Brand verantwortlich zu sein. Die Polizei hat nach eigenen Angaben ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der besonders schweren Brandstiftung eingeleitet. Er wurde am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen einem Haftrichter beim Amtsgericht Northeim vorgeführt. Der 36-Jährige wurde daraufhin in die MRVZN Moringen eingewiesen. Der Tatverdächtige soll bislang zu den Geschehnissen in seiner Wohnung schweigen.

Feuerwehrleute hätten den 36-Jährigen im Garten auf der Rückseite des Hauses noch während der Löscharbeiten angetroffen, teilt die Polizei mit. Der Mann habe sich vermutlich über einen Balkon in Sicherheit gebracht. Als die Einsatzkräfte ihn ansprachen, flüchtete der 36-Jährige nach Angaben der Beamten in Richtung der Bundesstraße. Wenige Minuten später nahm ihn ein Polizeibeamter fest.

Einen technischen Defekt als Brandursache schließt die Polizei aus. Am Donnerstag wurde die Wohnung auf weitere Spuren durchsucht.

Etwa 200 Einsatzkräfte sind vor Ort. Quelle: Horst Lange/Kreisfeuerwehr Northeim

Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Neben der Feuerwehr Northeim, die im Volleinsatz war, waren auch die Wehren aus Langenholtensen, Edesheim und die Werkfeuerwehr der Firma ContiTech vor Ort. Außerdem sei der Rettungsdienst mit Kräften aus dem Landkreis Northeim, Goslar und Göttingen mit einer Vielzahl von Rettungswagen und Notärzten angerückt. Auch die Helios Albert-Schweitzer-Klinik in der Kreisstadt bereitete sich auf die Behandlung von Patienten vor.

Neben der Feuerwehr Northeim sind die Wehren aus Langenholtensen, Edesheim und die Werkfeuerwehr der Firma ContiTech vor Ort. Quelle: Horst Lange/Kreisfeuerwehr Northeim

In dem Wohnhaus sind nach Angaben der Feuerwehr elf Menschen gemeldet. Für sie habe die Stadt Northeim Notunterkünfte organisiert. Hierfür seien unter anderem Bürgermeister Simon Hartmann samt Stellvertreter und Ordnungsamt vor Ort gewesen.

Von vsz

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