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Hardegsen In Hardegsen verbindet ein Garten Generationen und Kulturen
Die Region Northeim Hardegsen In Hardegsen verbindet ein Garten Generationen und Kulturen
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14:52 23.06.2019
In Hardegsen ist ein „interkultureller Generationengarten“ entstanden. Quelle: Hartwig
Hardegsen

Auf einem Gartengelände gegenüber der Seniorenwohnanlage In der Paschenburg ist ein „Generationengarten“ entstanden, der auch Kulturen zusammenbringen soll. Am Sonnabend ist er eingeweiht worden.

Am Sonnabend wurde der „Generationengarten“ eingeweiht. Quelle: Markus_Hartwig

Das dicke Fotoalbum, das am Eröffnungstag durch die Hände der Besucher ging, zeigt Beeindruckendes: Ein im Jahr 2016 von der Stadt Hardegsen für zwölf Jahre gepachtetes ungenutztes Grundstück wird nach und nach zu einem Refugium verwandelt, auf dem sich die Leute wohlfühlen können. Bauruinen, vor Jahrzehnten als Schuppen und Gartenhäuser angelegt, mussten abgerissen und beseitigt, und alter Müll entfernt werden. Und das Fotoalbum verdeutlicht Weiteres: Am „interkulturellen Generationengarten“ haben Menschen unterschiedlicher Nationen mitgearbeitet – und machen es weiterhin, denn an dem Kleinod ist immer viel zu tun.

Gemüsegärten im Mittelpunkt

Wie die 1830 Quadratmeter umfassende Anlage einmal aussehen soll, zeigt ein am Eingangstor befestigter Lageplan. Mehrere Gemüsegärten sowie ein „Senioren-Hochbeet“ bilden den von sommerlichem Bewuchs umrandeten Mittelpunkt. Sitzgruppen und an den Wegen aufgestellte Bänke bieten Gelegenheit zum Innehalten. Zahlreiche Neupflanzungen von beispielsweise Apfelbäumen sowie ein üppiger Baumbestand machen es leicht, innerhalb der Stadt die Seele baumeln zu lassen. Neu angelegt wurde ein Gartenhaus samt überdachter Pergola, das die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes errichtet haben.

Start: Runder Tisch für Willkommenskultur

Start war ein „Runder Tisch für Willkommenskultur“, der sich 2016 anlässlich des Zuzugs von Migranten gebildet hatte. Davon ausgehend bildete sich ein Verbund aus der angrenzenden Seniorenwohnanlage, dem Schulbauernhof, der evangelischen Kirchengemeinde und der Stadt Hardegsen. Dieser hatte sich auf die Fahne geschrieben, ein Projekt ins Leben zu rufen, das lange Bestand hat, erinnerte sich Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos). Schnell fanden sich Unterstützer: Die EU (Landwirtschaftsfonds), der Landkreis Northeim (Sozial- und Sportstiftung), die Maßnahme „LEADER“ (nachhaltige Entwicklung in ländlichen Gebieten) sowie die Umweltstiftung „BINGO“ ermöglichten die Finanzierung des Generationengartens.

Workshops und Weiterbildung

„Die Lage des Gartens ist hervorragend, denn er bietet sowohl eine Ergänzung der Seniorenwohnanlage als auch einen festen Anlaufpunkt für Menschen unterschiedlicher Herkunft“, sagte Kaiser, der die Grünanlage als „wachsendes Projekt“ versteht. Der Garten ist durchgehend geöffnet und lädt zum gemeinsamen Gärtnern an Sonnabenden ein. Ein jährliches Sommerfest sowie Workshops und Projekte, die Gärtnern und Weiterbildung zum Inhalt haben, untermauern den Anspruch an den Generationengarten, ein die Menschen verbindendes Projekt zu sein.

Von Markus Hartwig

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