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Hardegsen Tierpark Hardegsen erhält Erdmännchengehege
Die Region Northeim Hardegsen Tierpark Hardegsen erhält Erdmännchengehege
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20:05 27.03.2019
Sollen im Jahr 2020 im Tierpark Hardegsen einziehen: Erdmännchen, hier im Frankfurter Zoo. Quelle: dpa
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Hardegsen

Ein 71 Quadratmeter großes Gehege für eine Erdmännchenfamilie eröffnet der Tierpark Hardegsen voraussichtlich im Sommer oder Frühherbst 2020. Das hat der Rat der Stadt am Dienstag beschlossen.

Das in Hardegsen geplante Erdmännchengehege sowie der Neubau eines Eingangsgebäudes mit Besuchertoilette wird teurer als erwartet, teilte Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos) dem Rat mit. Die Baumaßnahme koste nicht wie bisher geschätzt 90 000 Euro, sondern 270 000 Euro. Davon müsse die Stadt elf Prozent selber tagen, etwa 30 000 Euro. Das seien 10 000 Euro weniger als bereits im Haushalt eingestellt sein (Tageblatt berichtete).

60-prozentige Förderung über das Leader-Programm

„Über das Leader-Programm erhalten wir eine 60-prozentige Förderung“, kündigte Kaiser an. Dem habe der Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe der Leader-Region Harzweserland „uneingeschränkt zugestimmt“. 14 Prozent der Kosten übernehme der Landkreis Northeim. 15 Prozent des Geldes wolle die Stadt bei Dritten etwa bei der KSN- sowie der Sozial- und Sportstiftung einwerben.

Tierpark feierte 2015 sein 50-jähriges Bestehen

Die Ratsmitglieder beschlossen das Projekt einstimmig. Die Ratsherren Tobias Kreitz (CDU) und Rainer Lutter (Hardegsen 21) kritisierten allerdings mangelnde Transparenz und eine zu geringe Beteiligung der Bürger. Im Bauausschuss sei das Thema ausführlich diskutiert worden, hielt dessen Vorsitzender, Harald Block. (FBL) dagegen. Bürgermeister Kaiser erinnerte daran, dass über das Erdmännchengehege seit der 50-Jahr-Feier des Parks 2015 diskutiert werde.

Kooperation mit Professor Wolfgang Rohe

Ein Empfangsgebäude hat Professor Wolfgang Rohe von der Göttinger Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kultur angeregt. Von ihm betreute Studierende der Fakultät Ressourcenmanagement entwickelten Konzepte für eine Weiterentwicklung des Parks. Darüber, so Kaiser, sei in den politischen Gremien „ausführlich“ diskutiert worden. Auch die Presse habe berichtet. Die Umsetzung erfolge erst jetzt, da die Stadt zunächst zur Abrundung des Wildpark-Areals zwei, zusammen mehr als 40 000 Quadratmeter große Grundstücke habe erwerben müssen. Das sei 2018 geschehen. Gut 80 000 Euro habe die Stadt damals gezahlt.

Entwurf der Northeimer Architekten Albrecht + Weisser

Der Entwurf der Northeimer Architekten Albrecht + Weisser sehe ein mit Glasscheiben eingefasstes Freigehege vor, führte der Bürgermeister aus. Auch das 18 Quadratmeter große Gebäude, in dem die Tiere bei schlechtem Wetter Zuflucht fänden, lasse sich von Besuchern einsehen. Kaiser ging auch auf die beiden Wege ein, die neu entstehen sollen. Zuerst werde der 350 Meter lange Weg gebaut, der den unteren Teil des Parks mit dem oberen verbinde. In einem zweiten Bauabschnitt werde dann der anderthalb Kilometer lange Rundweg durch den Talkessel entstehen.

Frettchen, Pfauen und Davidshirsche

Der Tierpark Hardegsen liegt im Espoldetal und beherbergt rund 150 Tiere. Neben Frettchen, Pfauen und heimischem Schalenwild gibt es dort seit 2018 auch zentralasiatische Davidshirsche zu sehen. Auf der Streichelwiese leben Zwergziegen und Hängebauchschweine, Esel und Ponys. Die Zahl der Besucher beläuft sich auf jährlich 25.000 bis 30.000 Bürger. Sie kommen nicht zuletzt aus Göttingen.

Von Michael Caspar

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