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Northeim Energietag mit E-Moto-Cross
Die Region Northeim Energietag mit E-Moto-Cross
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22:54 22.05.2016
Von Ulrich Schubert
Das Team Bräuer zeigt im ehemaligen Steinbruch spektakuläre Sprünge auf der Free Ride E von KTM.
Das Team Bräuer zeigt im ehemaligen Steinbruch spektakuläre Sprünge auf der Free Ride E von KTM. Quelle: Heller
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Hardegsen

Dieses Auto kommt an, bei Männern wie bei Frauen gleichermaßen: sportliches Design, futuristische Konsole, 539 PS unter der Haube und in drei Sekunden von Null auf 100 - und das allein mit Batteriestrom als Antrieb. Das „Model S“ des Autobauers Tesla gehörte zu den Hinguckern der Ausstellung mit 16 Anbietern des Hardegser Energietages. Sie präsentierten auf dem Gelände der ehemaligen Zementfabrik moderne Energiesparsysteme und Hausanlagen zur regenerativen Energieerzeugung. Dazu gab es Führungen durch große Anlagen wie das Pelletwerk auf dem Show-Gelände und die Biogasanlage Hevensen.

„Ich weiß gar nicht, was ich mir noch anschauen soll“, klagte Besucher Thomas Schmeding aus Göttingen, „das Angebot ist riesig.“ Die Pelletanlage sei schon „sehr spannend gewesen“, als nächstes peilte er mit dem Shuttlebus das Solarfeld bei Hevensen an.

Biogas, Solarfeld, Pelletwerk, Windkraft: Die Stadt Hardegsen sei bei der Produktion erneuerbarer und umweltschonender Energie und Wärme Spitzenreiter im Kreis Northeim, erklärte Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos). Es sei wichtig, viele Menschen auf diesen Weg zu bringen. Das unterstrich auch Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne). Hardegsen sei vorbildhaft bei der praktischen Umsetzung der Klimaschutzziele.

Vorbildhaft für manche Motorsportfreunde sind auch Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Dass sogar Motocross-Motorräder und Mountainbikes mit Batterieantrieb richtige Rennen fahren können, zeigten Profis und Testfahrer im alten Steinbruch des Zementwerkes auf einer extra präparierten Piste für Cross-Fahrer: Staubwolken, gewagte Sprünge, schlitternde Kurvenfahrten - „und doch fehlt irgendwas“, meinte Zuschauer Kai Mintner: „das schöne laute Knattern“. Die Renngeräusche erinnerten eher an eine Carrera-Rennbahn. Cross-Fahrer Tobias Weber aus Heiligenstadt fand seine erste Pedelec-Fahrt im Gelände trotzdem „spannend und interessant, obwohl es ganz schön anstrengend ist, auch noch ständig zu treten“. Und: „Es irritiert, wenn man nicht hört, ob von hinten einer kommt.“

Acht Stationen für die Zukunft

Acht Anlagen, die umweltschonend Wärme und Energie erzeugen, konnten die Besucher des Energietages „Grüner Esel“ besichtigen: direkt am Ausstellungsgelände ein Pelletwerk, in dem aus Baumstämmen Heiz-Pellets hergestellt werden, das Hardegser Umspannwerk der EAM, die Biogasanlage, ein Solarfeld und den Internationalen Schulbauernhof in Hevensen, Windanlagen und einen Hochwasserbehälter bei Lichtenborn sowie das Bioenergiedorf Asche, in dem 70 Prozent der Haushalte Nahwärme aus eine Biogasanlage beziehen.