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Northeim Führung durch die KZ-Gedenkstätte Moringen
Die Region Northeim Führung durch die KZ-Gedenkstätte Moringen
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23:00 15.10.2019
Zu den Angeboten der KZ-Gedenkstätte Moringen gehört in diesem Monat eine Information zu den im einstigen KZ inhaftierten Zeuginnen Jehovas. Quelle: Christina Hinzmann
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Moringen

Mit einer Führung will die KZ-Gedenkstätte Moringen am Freitag, 18. Oktober, über die im Moringer Frauen-Konzentrationslager inhaftierten Zeuginnen Jehovas informieren. Bei dem Rundgang, der um 16 Uhr beginnt, werde unter anderem über den Haftalltag dieser Gefangenen berichtet, teilt die Gedenkstätte mit. Es soll auch um die Frage gehen, was mit den Zeuginnen Jehovas nach der Auflösung des KZ im Jahr 1938 geschah. Im Frauen-KZ Moringen, das seit 1933 bestand, waren die Zeuginnen Jehovas die größte Häftlingsgruppe.

Hitler-Gruß verweigert

Aufgrund ihrer religiösen Überzeugung lehnten Zeugen Jehovas den Nationalsozialismus ab und hielten trotz Einschüchterungsversuchen an ihren Überzeugungen fest. Da sie keinem weltlichen „Heilsbringer“ die Ehre erweisen wollten, verweigerten sie den Hitler-Gruß. Unter Berufung auf das christliche Gebot „Du sollst nicht töten“ verweigerten sie auch den Kriegsdienst und die Arbeit in Rüstungsbetrieben. Rund 10000 von ihnen wurden in Gefängnissen und Konzentrationslagern eingesperrt.

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1350 Frauen waren inhaftiert

Das Frauen-KZ Moringen war das zentrale Konzentrationslager für Frauen in Preußen. Insgesamt waren dort etwa 1350 Frauen inhaftiert. Neben den Zeuginnen Jehovas wurden viele Frauen aus dem politischen Widerstand und den Parteien der politischen Linken eingesperrt. Auch sogenannte Berufsverbrecherinnen zählten zu den Häftlingen. Mit der Auflösung des Lagers Ende März 1938 wurden die Frauen in drei großen Transporten in das Frauen-KZ Lichtenburg in der Rhön überstellt. Viele von ihnen kamen später in das Frauen-KZ Ravensbrück.

Von epd

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