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Northeim Jugendberufsagentur als neues Angebot im Landkreis Northeim
Die Region Northeim Jugendberufsagentur als neues Angebot im Landkreis Northeim
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00:28 09.06.2018
Uljana Klein, zukünftige Dezernentin Kreisentwicklung, Klaus-Dieter Gläser, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Göttingen, Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, Stefan Schäfer, Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Northeim, Harald Rode, zukünftiger Dezernent Jugend und Soziales (v.l.). Quelle: r
Northeim

Mit einer sogenannten Jugendberufsagentur wollen die Northeimer Kreisverwaltung, das Jobcenter des Landkreises Northeim und die Agentur für Arbeit in Göttingen gemeinsam jungen Menschen den Start ins Berufsleben erleichtern. Standorte soll es in Northeim, Uslar und Einbeck geben.

Mit einem „neuen Kapitel der Zusammenarbeit“ beschreiben die drei Institutionen ihre Initative. Das Konzept sieht vor, alle für die Zielgruppe relevanten Beratungs- und Betreuungsangebote unter einem Dach erreichbar zu machen. Darüber hinaus sollen Jugendlichen weitere berufliche und schulische Perspektiven vermittelt werden. „Dabei ist das Ziel, dass im Landkreis Northeim jeder junge Mensch einen Schulabschluss schafft und eine Ausbildung oder ein Studium abschließt“, heißt es in einer Erklärung. Wer sich unter einer Jugendberufsagentur eine klassische Behörde vorstellt, liege allerdings falsch. Modern und unkonventionell gestaltet soll sie demnach sein – als einladender Ort mit Lounge-Bereich, in dem sich junge Menschen informieren, Hilfen in Anspruch nehmen und mit Unternehmen ins Gespräch kommen können.

Erste Agentur soll in Northeim eröffnen – Location fehlt noch

Hintergrund: Während Unternehmen über fehlende Fachkräfte klagen, ist die Zahl der Ausbildungsabbrüche auf den höchsten Stand seit den 90er-Jahren geklettert. Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos) hält es deshalb für wichtig, dass bereits in einem frühen Stadium der Orientierung Perspektiven und Chancen ausreichend beleuchtet werden: „Die Jugendberufsagentur soll ein Partner auf Augenhöhe sein, der die jungen Menschen von Beginn an informiert, sie unterstützt und in schlechten Zeiten auch mal auffangen kann“, beschreibt Klinkert-Kittel das Projekt. Die erste Agentur soll in Northeim eröffnen, dafür werde derzeit noch eine geeignete Location gesucht. Weitere Standorte seien in Uslar und Einbeck geplant.

„Unser erklärtes Ziel muss es sein, dass kein junger Mensch beim Übergang von der Schule in den Beruf verloren geht“, betont Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Göttinger Arbeitsagentur. Ein Berufsabschluss sei die beste Versicherung gegen Langzeitarbeitslosigkeit. „Um unser Ziel zu erreichen, wollen wir unsere vielfältigen Angebote besser koordinieren. Denn zahlreiche Instrumente für unser Vorhaben sind bereits vorhanden – jetzt gilt es, sie zu vernetzen“, so Gläser.

Abstimmung im Kreistag wohl im September

Um das Projekt voranzubringen, hat eine Arbeitsgruppe mit Mitarbeitern des Jobcenters und der Kreisverwaltung bereits die Arbeit aufgenommen. „Alle Beteiligten erkennen die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung. Deshalb wird das Projekt mit höchster Motivation vorangetrieben“, informiert Stefan Schäfer, Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Northeim. Er sehe auch in den allgemeinen und berufsbildenden Schulen der Region „unverzichtbare Partner“. Im September soll dem Northeimer Kreistag die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landkreis, der Arbeitsagentur und dem Jobcenter zur Abstimmung vorgelegt werden.

Von Markus Riese

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