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Katlenburg-Lindau „Südniedersachsen ist erfolgreich“
Die Region Northeim Katlenburg-Lindau „Südniedersachsen ist erfolgreich“
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17:00 17.08.2018
Begrüßungsansprache: Birgitt Witter-Wirsam mit Martin Hoff (links) und Christian Frölich Quelle: Härtl
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Katlenburg

Etwa 500 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung kamen am späten Donnerstagnachmittag in Katlenburg zum Sommerfest zusammen. Zum fünften Mal hatten Industrie- und Handelskammer Hannover (IHK), die Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen sowie der Arbeitgeberverband Mitte zum gemeinsamen Empfang eingeladen. Bei kühlen Getränken und feinen Speisen gab es auf der Burg Katlenburg reichlich Gelegenheit zu guten Gesprächen und zum weiteren Vernetzen. Das Gelände der historischen Burg und bestes Sommerwetter boten dafür den perfekten Rahmen.

Nachdem Birgitt Witter-Wirsam als Präsidentin des Arbeitgeberverbandes Mitte sowie Vizepräsidentin der IHK Hannover – auch im Namen von Martin Hoff, Vizepräsident IHK Hannover sowie Christian Frölich, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen – den beeindruckenden Ausblick von der Terrasse der Burg Katlenburg gelobt sowie die anwesenden Bundestags- und Landtagsabgeordneten, Landräte, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister begrüßt sowie den Sponsoren der Veranstaltung gedankt hatte, ging Witter-Wirsam in ihrer Ansprache vor allem auf das Thema „digitale Transformation“ ein.

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Mehr als Breitbandausbau

Jedoch werde Digitalisierung in der öffentlichen Diskussion regelmäßig auf Breitband und Ausbau der Infrastruktur reduziert. „Digitale Transformation ist aber weit mehr, das sind Prozesse, Produkte und neue Geschäftsmodelle, das ist Qualifizierung und Weiterbildung. Investitionen in Informationstechnologien sollten deshalb vom Land unbürokratisch gefördert werden. Mehr Investitionen in Lehrerfortbildung und Ausstattung der Schulen sind notwendig. Die duale Berufsbildung muss einen stärkeren Akzent auf Digitalisierung legen, durch mittelfristige Anpassung der Berufe und kurzfristige Zusatzqualifikationen. Zentraler Baustein im Masterplan Digitalisierung sollte die Förderung von Start-ups sein“, sagte Witter-Wirsam.

Und weiter: „Südniedersachsen ist erfolgreich. Unsere Unternehmen in Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistungen bieten Top-Arbeitsplätze. Der Technologie- und Wissenstransfer und die Gründungsaktivitäten der regionalen Hochschulen im Rahmen des SNIC (Südniedersachsen-Innovations-Campus) zeigen sehr positive Wirkung und dienen mittlerweile landesweit als Modell“, schloss Birgitt Witter-Wirsam.

Projekt „Wirtschaftsstandort Dorf“

Uwe Ahrens, Bürgermeister der Gemeinde Katlenburg-Lindau warb in seiner kurzen Rede für eine mögliche Nachnutzung der Burg. Die im 11. Jahrhundert als Spornburg entstandene Anlage war in ihrer wechselhaften Geschichte die längste Zeit ein Kloster und Sitz einer landwirtschaftlichen Domäne, später Bildungsstätte. Zudem wies Ahrens auf das Projekt „Wirtschaftsstandort Dorf“ hin, dessen Ziel es sei, den ländlichen Raum attraktiver zu machen für das Schaffen von Arbeitsplätzen.

Sigrid Lüttge, stellvertretende Vorsitzende Förderkreis Forum Wissen Göttingen, nahm zum Abschluss der Ansprachen im Rahmen einer Verlosungsaktion die Gelegenheit wahr, die Arbeit des im Februar 2017 gegründeten Förderkreises als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft näher vorzustellen und möglichst neue Mitglieder für den Verein zu begeistern.

Von Rainer Härtl