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Northeim Kaum Ratten – dennoch „großräumige Bekämpfung“ in Northeim
Die Region Northeim Kaum Ratten – dennoch „großräumige Bekämpfung“ in Northeim
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14:37 23.09.2019
Die Stadtverwaltung Northeim kündigt Maßnahmen zur Bekämpfung von „Rattenbefall“ an. Quelle: dpa
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Northeim

Die Maßnahme „sowohl im Oberflächenbereich/Freilandgelände als auch im Kanalnetz“ der Stadt soll bis zum 18. Oktober dauern. „Hierbei handelt es sich um eine reine Routinebekämpfungsmaßnahme“, teilt die Verwaltung mit. „Ein besonderes Befallsgeschehen liegt nach gegenwärtigem Erkenntnisstand nicht vor.“

Als Bekämpfungsmittel sollen „Festköderblöcke Difenacoum“ eingesetzt werden. Die Köder seien mit dem Wirkstoff „Difenacoum“ präpariert. „Kinder müssten hiervon mindestens 400 bis 500 Gramm aufnehmen, um erste Vergiftungserscheinungen zu haben. Darüber hinaus sind die Köder mit Bitterstoffen behandelt, die eine orale Aufnahme verhindern sollen.“ Im Vergleich sei die Gefahr durch einen Rattenbiss erheblich größer. Vorsorglich werde jedoch auf die Telefonnummer der Giftnotrufzentrale hingewiesen: Giftnotruf Nord – Göttingen, 0551/19240.

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Eltern mit Kindern und Tierhalter sollen aufmerksam bleiben

In der Mitteilung fordert die Verwaltung Eltern mit Kindern und Tierhalter auf, „eine erhöhte Aufmerksamkeit walten zu lassen und Rattenköderfunde sofort der Abteilung 1.3 Bürgerdienste zu melden“. Soweit Kinder beim Spielen Rattenköder fänden, sollten sie diese „möglichst nicht berühren“.

Die Bekämpfungsmaßnahmen erfolge im gesamten Stadtgebiet. „In den Ortschaften werden nur stichprobenartig Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt.“

Köderboxen und Köderrohre im „Freiland“

Im Freiland sollen „an stark von Menschen frequentierten Plätzen verschlossene Köderboxen eingesetzt werden. Ansonsten kommen Köderröhren, 70 Zentimeter lang, an den Bachläufen zum Einsatz.“ Bestehe die Möglichkeit, dass Köder „insbesondere durch besondere Niederschlagsereignisse weggeschwemmt werden können“, sollen sie fachgerecht fixiert werden.

Entsprechend der städtischen Maßnahme werden private Eigentümer „Befall durch Ratten feststellen“, ebenfalls „gebeten, sich umgehend bei der Abteilung 1.3 Bürgerdienste zu melden, damit spezifische Befallsituationen gezielt und wirkungsvoll bekämpft werden können“.

Von Stefan Kirchhoff