Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Northeim Kreisfeuerwehr Northeim rettet geschwächten Uhu von Schulgelände
Die Region Northeim Kreisfeuerwehr Northeim rettet geschwächten Uhu von Schulgelände
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:35 04.07.2019
Geschafft: Der Uhu konnte unter der Tanne hervorgeholt werden. Quelle: r
Anzeige
Northeim

Eine tierische Rettungsaktion hat die Kreisfeuerwehr Northeim am Dienstag unternommen. Ein Uhu war auf dem Fußballplatz der Schule am Wieter gegen ein Ballnetz geflogen, hatte sich kurz darin verfangen und danach benommen und flugunfähig gewirkt, berichtet Horst Lange von der Kreisfeuerwehr.

Gegen 11.15 Uhr sei die Leitstelle in Northeim über den Notruf verständigt worden – mit dem Hinweis, einen Uhu einzufangen, der höchstwahrscheinlich verletzt sei. Die Disponenten in der Leitstelle hätten die Alarmschleife der Schwerpunktfeuerwehr Northeim ausgelöst. Gemeldet hatte den Vorfall eine aufmerksame Lehrerin.

Vorsichtig versuchen die Feuerwehrleute, das Tier unter der Tanne hervorzuholen. Quelle: r

Vier Feuerwehrleute und Abschnittsbrandmeister-Ost, Manfred Voß, rückten ausgestattet mit Transportbox und einem Fangnetz mit Kommandowagen und Gerätewagen-Logistik zur Einsatzstelle aus, berichtet Lange. Lehrerin Karin Peschel, ihr Kollege Stefan Kuhndt und der Schulhausmeister hätten kurz zuvor beobachtet, dass sich der Uhu unter eine große Tanne zurückgezogen hatte.

Mit Handschuhen und Einsatzanzug

Mit dicken Handschuhen und wegen des spitzen Schnabels und den scharfen Krallen des Uhus mit dem Einsatzanzug ausgerüstet, begaben sich die Feuerwehrleute mit Fangnetz und Transportbox zu dem Baum. Unter den dicht herunterhängenden Zweigen entdeckten sie den Uhu und fingen ihn ein. „Das geschwächte Tier wurde in die mitgebrachte Transportbox gesetzt und die Kinder, die in sicherer Entfernung standen, konnten den Uhu noch einmal in der Box anschauen“, erzählt Lange. Mit dem Gerätewagen-Logistik wurde das Tier dann in die Wildvogelpflegestation des Nabu nach Göttingen gebracht.

Die Schüler konnten vor der Abfahrt noch einen Blick auf den Uhu werfen. Quelle: r

Es war nicht das erste Mal in dieser Woche, dass Peschel einen Uhu auf dem Schulgelände gesehen hatte. Wie Lange berichtet, habe die Lehrerin bereits am Vortag „ einen großen Vogel mit großem Gesicht und großen orangenen Augen, kräftigen gefiederten Beinen und beeindruckenden Krallen“ am Haupteingang der Schule am Wieter entdeckt. Er habe sich kaum bewegt und nur ab und zu eulentypisch den Kopf bewegt.

Schalen mit Wasser aufgestellt

Sie habe dann immer wieder hinüber geguckt, um zu sehen, ob er verletzt und ob er noch da sei. Nach etwa einer halben Stunde sei der Vogel dann weggeflogen. Allerdings nur um die Ecke, auf den Schulhof der Sekundarstufe, wo er sich unter ein Vordach gesetzt habe. Die Grundstückseigentümer hätten das ebenfalls gesehen und daraufhin mehrere mit Wasser gefüllte Schalen auf dem Grundstück abgestellt. Dem Beispiel folgten einige Lehrer gemeinsam mit ihren Schülern und stellten ebenfalls mehrere Behältnisse auf dem Schulgelände auf. Das sei von den Tieren „gut angenommen“ worden, sagt Lange. Dem Nabu zufolge dursteten die Wildtiere bei dieser Trockenheit sehr, berichtet er. Einiger Zeit später schließlich sei der Vogel wieder über den Zaun der Schule geflogen und am nahe gelegenen Feldrand verschwunden.

Sicher in der Transportbox geht es zur Wildvogelpflegestation des Nabu. Quelle: r

Vermutlich handelt es sich Peschel zufolge nicht um ein und dasselbe Tier. Der Uhu, den die Lehrerin am Montag am Haupteingang beobachtet hatte, sei mit etwa 60 Zentimetern größer gewesen als der am Dienstag eingefangene. Zudem habe dieser typisch für einen Jungvogel noch einen Flaum auf dem Kopf gehabt. Mittlerweile hat sich der Uhu gut erholt, er sei nicht verletzt und fliege auch wieder, berichtet Dirk Zimmermann vom Nabu Göttingen auf Nachfrage. „Er kann bald ausgewildert werden.“

Von Nora Garben

Schwer verletzt musste ein Rollerfahrer aus Northeim nach einem Unfall in eine Klinik geflogen werden. Er war mit einem nicht versicherten Krad unterwegs, trug keinen Helm, hat keinen Führerschein und war zudem betrunken.

04.07.2019

Weil er seine Schulden eintreiben wollte, hat ein 22-Jähriger in Bodenfelde einen 19-Jährigen geschlagen. Zuvor hatte der Täter sein Opfer vermutlich durch die Weser gejagt: Wie die Polizei mitteilt, seien beiden gemeinsam durch den Fluss geschwommen.

04.07.2019

Während ein Fernfahrer aus Belgien geschlafen hat, lösten bislang unbekannte Täter bei einem Sattelschlepper die Verriegelung zwischen Auflieger und Zugmaschine. Jetzt ermittelt die Polizei.

03.07.2019