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Northeim Landkreis Northeim bewirbt sich um Teilnahme
Die Region Northeim Landkreis Northeim bewirbt sich um Teilnahme
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18:02 30.05.2017
Von Britta Eichner-Ramm
Quelle: gt
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Northeim

„Der ländliche Raum steht zunehmend vor der Herausforderung, nachhaltige Mobilitätslösungen vorhalten zu können, damit eben nicht ausschließlich der private Pkw als einzige Fortbewegungsmöglichkeit vorhanden ist“, so Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos) zu den Beweggründen für die Bewerbung für ein Interreg-Projekt.

Größere Städte hingegen kämpften zunehmend mit zu hohen Schadstoffbelastungen. Diese würden zu einem großen Teil durch den motorisierten Individualverkehr, also Einpendler aus den ländlichen Räumen um die größeren Städte herum, ausgelöst.

Lösungen finden und anwenden

Wie können diese Herausforderungen gelöst werden? Ideen hierzu gebe es viele, aber passen diese auch in unsere Region?, heißt es in der Mitteilung des Landkreises Northeim weiter. Die Verbindungsachse Einbeck-Northeim-Göttingen eigne sich hervorragend, "um genau diese Herausforderungen zu betrachten, Lösungen zu finden und in die Anwendung zu bringen".

Auf der Suche nach Fördermöglichkeiten sei der Landkreis Northeim mit Unterstützung der Niedersächsischen Staatskanzlei auf die Fördermöglichkeiten aus den Interreg-Programmen der Europäischen Union gestoßen. Interreg sei bisher in Südniedersachsen eher unbekannt. Es handle sich um zusätzliche Fördermöglichkeiten, die bisher nie aktiv verfolgt worden seien, heißt es in der Mitteilung weiter.

Mit einem Projektantrag zur Multimodalität sei die Universität Bologna ist auf den Landkreis Northeim als Projektpartner zugekommen. Als Multimodalität werde die Nutzung von mehreren Verkehrsmitteln bezeichnet, um von A nach B zu kommen.

Herausforderungen bei der Mobilität

Die Beteiligung des Landkreises Northeim sei durch eine Teilnahme am Kooperationstreffen des Förderprogrammes „Europe, let’s cooperate!“ in Valetta (Malta) möglich geworden, an dem Vertreter der Kreisverwaltung und einem Vertreter des Amtes für regionale Landesentwicklung Braunschweig teilgenommen hatten. Finanziert worden sei der Besuch  von der Niedersächsischen Staatskanzlei.

„Andere Regionen in Deutschland, wie der Nordseebereich und auch Hamburg nutzen diese Möglichkeiten schon erfolgreich seit Jahren“, so Landrätin Klinkert-Kittel weiter. Sie verweist darauf, dass die genannten Herausforderungen im Bereich der Mobilität europäische Probleme seien und gemeinsam mit europäischen Partnern in Projekten bearbeitet werden könnten.

Noch seien einige Hürden zu nehmen. Die Entscheidung für ein Interreg-Europe-Projekt werde im Sommer 2017 erwartet, so der Landkreis Northeim weiter. Die mögliche Förderquote liege bei 85 Prozent. Das angedachte Projektbudget pro Projektpartner soll etwa 160000 Euro betragen. Als "Stakeholder" für das Projekt konnte nach Angaben des Landkreises Northeim der Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen gewonnen werden.