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Northeim Nach Tötungsdelikt in Northeim: Polizei sucht Zeugen
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Nach Tötungsdelikt in Northeim: Polizei sucht Zeugen

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12:04 05.10.2021
In einem Maisfeld nahe der ICE-Trasse auf Höhe der Städtischen Kläranlage in Northeim ist der Körper einer toten Frau gefunden worden.
In einem Maisfeld nahe der ICE-Trasse auf Höhe der Städtischen Kläranlage in Northeim ist der Körper einer toten Frau gefunden worden. Quelle: Niklas Richter
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Northeim

Nach einem Tötungsdelikt in Northeim ist die Polizei auf der Suche nach Zeugen. Sie werden gebeten, sich bei der Polizei Northeim unter Telefon 05551/70050 zu melden.

Die Tat hatte sich am Sonnabend, 25. September, ereignet: Nahe der Kläranlage in Northeim kam eine 64 Jahre alte Frau zu Tode. Spaziergänger fanden ihren Leichnam in einem Maisfeld. Aus dem Verletzungsbild ergab sich, dass sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen war.

Die Polizei versucht nun, den Tathergang zu rekonstruieren und ist daher auf der Suche nach Zeugen, die Angaben darüber machen können, was das Opfer am Sonnabendvormittag beziehungsweise -mittag getan hat, also wo sich die 64-Jährige aufgehalten hat und bei welchen Betätigungen.

57-Jähriger unter Verdacht

Nach dem Auffindenden der Frauenleiche im Maisfeld war ein im Maßregelvollzug Moringen untergebrachter 57-Jähriger unter Verdacht geraten. Er wird wegen eines versuchten Totschlags seit 1987 in der psychiatrischen Klinik behandelt. Nach dem Auffinden der Leiche in Northeim Ende September hatte der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Northeim die einstweilige Unterbringung eines 57-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Damit folgte er einem Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen. Die bisherigen Ermittlungsergebnisse der Mordkommission „Graben“ der Polizeiinspektion Northeim begründeten einen dringenden Tatverdacht, hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigt.

Der Mann soll die Northeimerin während eines Freigangs umgebracht haben. Das niedersächsische Sozialministerium hatte Vorwürfe, es sei zu Regelverstößen gekommen, von sich gewiesen. Parallel war offenbar geworden, dass zwar Richter immer häufiger bei der Verurteilung etwa von alkohol- und drogenabhängigen Straftätern die Unterbringung in einer geschlossenen Klinik anordneten, die tatsächliche Unterbringung dort aufgrund von Platzmangel nicht gewährleistet werden könne. Die Verantwortlichen der Maßregelvollzugseinrichtung Moringen und des Sozialministeriums hatten zugesagt, die Ermittlungsbehörden nach Kräften zu unterstützen, um die Gewalttat schnell und lückenlos aufzuklären.

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Die Polizei setzt die Ermittlungen ebenfalls fort. Erste Zeugenaussagen hatten zu dem 57-Jährigen geführt. Er soll er in der Nähe des Tatortes in Northeim gesehen worden sein. Nun ist die Polizei erneut auf der Suche nach Zeugen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Was hat das Opfer am Vormittag und Mittag des 25. September getan? Wo hielt sie sich auf?

Von Nadine Eckermann