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Northeim Hevenser und Wolbrechtshäuser feiern Jahresbeginn
Die Region Northeim Hevenser und Wolbrechtshäuser feiern Jahresbeginn
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18:03 06.01.2019
Der Musikverein Wolbrechtshausen gab beim Neujahrsempfang ein Konzert in der St.-Lamberti-Kirche in Hevensen.
Der Musikverein Wolbrechtshausen gab beim Neujahrsempfang ein Konzert in der St.-Lamberti-Kirche in Hevensen. Quelle: garben
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Hevensen

Ortsbürgermeister Henning Ropeter (CDU) und Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos) ließen in ihren Grußworten das vergangene Jahr Revue passieren.

Pastor Horst Metje Quelle: garben

„Suche Frieden und jage ihm nach“, so heiße die Psalm 34 entnommene Jahreslosung, das biblische Motto, für das Jahr 2019, sagte Pastor Horst Metje in der St.-Lamberti-Kirche. Ob bei persönlichen Konflikten oder politischen Auseinandersetzungen – die Mühen auf die Verwirklichung des Friedens hin, „ein flüchtig Ding“, sollten allumfassend sein. Ist er einmal gefunden, sei er nicht einfach festzuhalten. Denn: „Frieden ist kein Zustand.“ Ihn zu finden und zu bewahren, sei ein immer währender Prozess. Für ein gerechtes Miteinander und die Beziehungen, „in denen wir hier vor Ort leben“, gelte es zu arbeiten.

Mit einer Mischung aus Polkas, Bigband-Songs und modernen Stücken wie „Sweet Caroline“, „Smoke on the water“ und „Do Wah Diddy Diddy“ im Gepäck waren Musiker des Jugendblasorchesters, der Bigband und des Erwachsenen-Blasorchesters aus dem Musikverein Wolbrechtshausen in die Lamberti-Kirche gekommen, um ein Vorstellungskonzert zu geben. „Für uns alle im Musikverein ist es ein besonderes Jahr, denn wir feiern unser 100-jähriges Bestehen“, berichtete Vorsitzender Holger Froböse. Gefeiert werde groß am Pfingstwochenende.

150 aktive Vereins-Mitglieder

Bei den Gästen des Neujahrsempfangs kam die Präsentation des Musikvereins gut an. Der Auftritt in Hevensen sei einer von zahlreichen Besuchskonzerten, die der Verein unternehme, um auf sein Jubiläumsfest einzustimmen, erzählte Froböse. Bereits ein Jahr vor der geplanten Feier hätten die Musiker begonnen, einmal im Monat bei verschiedenen Veranstaltungen aufzutreten, um sich anderen Vereinen vorzustellen und ein bisschen für sich zu werben.

Mit 150 aktiven und 100 Fördermitgliedern, drei Orchestern, vier Dirigenten und 70 Kindern in der musikalischen Früherziehung sei der Verein mittlerweile über Wolbrechtshausen hinaus bekannt. „Viele Jugendliche kommen aus den umliegenden Dörfern, um bei uns ein Instrument zu lernen“, sagte Froböse. Insgesamt 14 Ausbilder stünden dafür bereit.

Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos), Hevensens Ortsbürgermeister Henning Ropeter (CDU) und Wolbrechtshausens Ortsbürgermeister Werner Thiele (CDU) stoßen auf das neue Jahr an. Quelle: garben

Nach dem Konzert des Musikvereins ging es für die Besucher weiter zu einem Sektempfang im Luthersaal der evangelischen Kirchengemeinde. Am Eingang begrüßte Ropeter jeden Gast mit einem Glückskeks. Auf seine Ankündigung, Hevensen bekomme voraussichtlich im Februar Glasfaserkabel für schnelles Internet, kam von einigen Besuchern ein seufzendes „Hoffentlich“ zurück.

Mit dem Dorfgemeinschaftshaus Alte Schule als Keimzelle einer neuen Dorfregion stünden die Hevenser und Wolbrechtshäuser auch 2019 auf der Gewinnerseite, sagte Kaiser in seiner Rede. Im Mai gebe es zudem eine wichtige Einwohnerbefragung, die zwar für den Rat der Stadt Hardegsen nicht bindend sei, allerdings ein Stimmungsbild vermittle. Die Einwohner in Hevensen könnten dann zwischen Anliegerbeiträgen oder einer vermutlich „massiven Erhöhung“ der Grundsteuer wählen.

Von Nora Garben