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Nörten-Hardenberg Taufe: Freibad wird zu Burgbad Hardegsen
Die Region Northeim Nörten-Hardenberg Taufe: Freibad wird zu Burgbad Hardegsen
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19:22 27.07.2019
Eine Taufe der etwas anderen Art – mit dem Feuerwehrschlauch – hat es am Sonnabend auf dem Sommerfest des frisch umbenannten Burgbad in Hardegsen gegeben.. Quelle: Lisa Hausmann
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Hardegsen

Im Laufe des Nachmittags füllte sich das Freibad Hardegsen. Zu diesem Zeitpunkt trug es noch seinen unspektakulären, alten Namen. Später sollte das Schwimmbad umgetauft werden.

„Wir wollen ein Schild enthüllen, denn heute steht eine Taufe an“, kündigte Michael Kaiser, Bürgermeister Hardegsens (unabhängig), den großen Moment vor dem Eingang des Bades an. Gemeinsam mit den Vorsitzenden des Fördervereins Freibad Hardegsen Hans-Jürgen Erkert und Dieter Stange vollzog Kaiser dann die würdevolle Enthüllung. Trotz Temperaturen jenseits der 30 Grad sind Erkert und Stange mit Anzug, Fliege und Zylinder bekleidet – wohl um das Prozedere stimmungsvoll zu begleiten.

Es habe verschiedene Namensvorschläge gegeben, erfahren die Zuschauenden. Der Rat habe im Dezember 2018 einstimmig beschlossen, das Freibad Hardegsen in Burgbad Hardegsen umzubenennen. Naheliegend: Die Burg, die direkt neben dem Freibad steht, rahmt die Anlage ein.

Druckvolle Taufe

„Da eine Taufe auch immer etwas mit Wasser zu tun hat, gibt es noch eine Überraschung am Beckenrand“, warnt Kaiser vor. Mit dem Eintritt in das Burgbad beginnt die örtliche Feuerwehr damit, mit einem Wasserwerfer einen Wasserstrahl über das gesamte Wasserbecken zu werfen. Einige Badegäste trifft diese Überraschung völlig unverhofft und sie müssen dabei zusehen, wie ihre Badetücher und sie selbst vollständig durchnässt werden. Der spektakuläre Wasserstrahl tauft das Bad offiziell zum Burgbad.

Servete Mali (16), die sich mit ihren Schwestern Saide (11), Senada (9) und Freundin Samara Andrzejewski (14) eine der direkt am Beckenrand stehenden Liegen geschnappt hat, wird wie die anderen Mädchen von den Wassermassen überrascht.

Royale Zeremonie

Doch was wäre ein Burgbad ohne seinen König? Die Meerjungfrauen-Schwimmgruppe, vertreten durch Lisa Bremer und Lilly Ahrens, kürte den Bademeister, Sascha Weidhühner, zum Herrscher des Burgbades. Gekrönt wurde er mit einer Meerjungfraukrone, die mit Muscheln verziert ist. Zusätzlich wurde ihm ein passender Dreizack überreicht. Während Weidhühner das Amt auf einem aufblasbaren Thron im Sitzen entgegennehmen wollte, eröffnete ihm Bremer, dass er zunächst mit einem Meerjungfrauenschwanz bekleidet, nach einem Schatz in den Tiefen des Schwimmbeckens zu suchen habe. Die Bewältigung der Aufgabe dauerte länger als geplant, wurde schließlich aber geschafft. „Wir wollten schon immer mal einen Bademeister retten“, scherzt Erkert.

Den Rekord knacken

Letztes Jahr war das Burgbad Kaiser zufolge Kreismeister bezüglich der Besucheranzahl. 36500 Menschen besuchten in der Sommersaison 2018 das Burgbad. „Diesen Rekord wollen wir in diesem Jahr noch knacken“, sagt Kaiser. In den vergangenen Tagen, als das Thermometer schon an der 40-Grad-Marke kratzte, habe es bereits mehr als 1000 Besucher an einem Tag gegeben. Der Rekord läge allerdings bei 1473.

Kristin König ist an diesen Tagen täglich im Schwimmbad. Für ihre kleine Tochter sei die Nähe zum Wasser das Beste, was bei diesen Temperaturen möglich sei. Das Burgbad sei seit der Einweihung des Kinderplanschbeckens auch wieder attraktiver für die kleinen Gäste geworden. Hardegsen stellt Kaiser zufolge eine starke Gemeinschaft dar. „Es haben wieder wahnsinnig viele Ehrenamtliche mitgeholfen“, so Kaiser. Um die Besucherzahlen weiter steigen zu lassen, sei für die nächste Saison der Bau eines Beachvolleyball-Feldes geplant.

Von Lisa Hausmann

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