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Nörten-Hardenberg Klassiker und moderne Blasmusik zum 100-Jährigen
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00:18 12.06.2019
Die Wolbrechtshäuser Musikanten zur 100-Jahr-Feier des Musikvereins Wolbrechtshausen. Quelle: Peter Heller
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Wolbrechtshausen

Nach einem furiosen Auftakt des Musikfestes am Freitag mit einem Großen Zapfenstreich zum Ausklang war das Festzelt auch am Sonnabendnachmittag wieder sehr gut besucht. Kaum ein Platz war noch frei bei den Auftritten der Siebener-Besetzung der Egerländer – nach einigen Workshops mit den Wolbrechtshäusern inzwischen schon gute Bekannte –, mit dem Trio Die Fexer aus Bayern, das sich „die kleinste Blaskapelle der Welt“ nennt, und mit den heimischen Wolbrechtshäuser Musikanten. Alle drei agierten bemerkenswert professionell, die Egerländer wie auch die Musikanten eher traditionell. Die drei jungen Fexer traten nach eigener Aussage zum ersten Mal im Norden auf und überraschten mit wunderschönen mehrstimmigen Arrangements zwischen Polka, Walzer, Sting und Guns N’ Roses und sehr viel bajuwarischem Charme und Witz.

Die Siebener-Besetzung der Egerländer, die Fexer und die Wolbrechtshäuser Musikanten im Festzelt

Starke Nachwuchsarbeit

Bei den etwa 50-köpfigen Wolbrechtshäuser Musikanten übernahm der Ex-Vorsitzende des Musikvereins, Bernd Schneider, die Moderation und einige Gesangseinlagen. Im Gespräch nach einem Auftritt berichtete er, dass in dem Verein immer Wert darauf gelegt worden sei, gute Ausbilder zu haben, ein Grund für die erstaunliche musikalische Klasse des Orchesters. Ein weiterer: Die starke Nachwuchsarbeit, die Mitte der 80er-Jahre intensiviert worden sei.

Bis weit in die 70er-Jahre habe das Orchester vorwiegend auf Wolbrechtshäusern und Hevensern bestanden. Inzwischen kommen die Mitglieder aus einem Umkreis von bis zu 30 Kilometern, sagt Schneider. Nach dem finanziellen Risiko, das der Verein Risiko für die Jubiläumsfeier eingegangen ist, freut er sich besonders über den großen Publikumszuspruch. Schon am Sonnabendnachmittag konnte er sagen: „Das Festival ist bezahlt.“

Dirigent und Entertainer

Der Sonntagnachmittag stand ganz im Zeichen des Nachwuchses. Die Organisatoren hatten Volker Rosin engagiert, laut Werbung der „König der Kinderdisco“. Vorher jedoch hatten die Kinder des Wolbrechtshäuser Musikvereins ihren Auftritt. Dirigent und Entertainer Marc Häßner war dabei offensichtlich in seinem Element. Er dirigierte das Jugendblasorchester Wolbrechtshausen, animierte das Publikum zum Mitsingen und Klatschen.

Tanzfieber im Festzelt

Dann hüpfte Häßner durch den Saal, viele schlossen sich an. Denn jetzt ging es um eine Känguru, die Titelfigur eines der Hits von Volker Rosin. Seit 40 Jahren schon heizt er selbst ernannte „König der Kinderdisko“ mit seinen Hits wie „Das singende Känguru“ bei solchen Veranstaltungen die Stimmung an. Auch diesmal waren wohl mehr als 200 Kinder ins Festzelt gekommen, um Spaß mit Rosins Liedern zu haben.

Volker Rosin zu Gast im Festzelt in Wolbrechtshausen

Die Kleinen folgten dem Vorsinger und -tänzer aufs Wort. Sie drehten sich, klatschten in die Hände und konnten Rosin sogar bei einem gesundheitlichen Problem helfen. Mit Fieber sei er gestern zum Arzt gegangen, erzählte er. Der habe erkannt, dass es sich um eine spezielles Fieber handele, um Tanzfieber. Was man dagegen unternehmen könne?, wollte Rosin wissen. „Tanzen“ schallte es ihm aus der Menge entgegen. Und das taten die kleinen Besucher dann ausführlich.

Das Publikum mitgerissen

Am Abschlussabend glänzte dann die NDR-Bigband. Vor allem der Pianist Omar Sosa begeisterte die Besucher im vollen Zelt. Er habe das Publikum regelrecht mitgerissen, berichtete Bernd Schneider vom Musikverein. Im Stehen haben er mit den Füßen die Tasten bedient. Musikkenner staunten über die enorme musikalische Qualität der Band. Am Ende standen alle Konzertbesucher und klatschten hingerissen im Stehen. Hinterher zeigten sich auch die Musiker und ihre Techniker begeistert über die Reaktionen aus dem Publikum und die Organisation des Abends.

Hochkarätiger Besuch beim Musikfest im Wolbrechtshausen: Die NDR Bigband begeisterte das Publikum.

„Rundum zufrieden“

Die Organisatoren schließlich waren am Ende „rundum zufrieden“, berichtete Schneider. Er sprach von „sehr guten Festtagen“. Das finanzielle Risiko, dass der Verein für die 100-Jahr-Feier eingegangen sei, habe sich ausgezahlt. Die Kosten seien eingespielt worden. Viel Lob habe es von angereisten Besuchern gegeben, sagte Schneider, „was ihr auf die Beine gestellt habt, ist gigantisch“.

Von Peter Krüger-Lenz

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