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Nörten-Hardenberg Abstimmung über Resolution gegen Suedlink in Nörten-Hardenberg
Die Region Northeim Nörten-Hardenberg Abstimmung über Resolution gegen Suedlink in Nörten-Hardenberg
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07:00 23.06.2019
Die geplante Trasse durchläuft Flächen, die als Gewerbegebiet ausgewiesen sind. Quelle: dpa
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Nörten-Hardenberg

Während der Sitzung des Gemeinderates Nörten-Hardenberg beschließen die Mitglieder des Rates über eine Resolution zum geplanten Leitungsvorhaben „Suedlink“ als Erdkabel. Gegenstand der Resolution ist, dass der Gemeinderat die geplante Trassenführung auf dem Gemeindegebiet des Fleckens ablehnt.

Eingriffe in Planungshoheit der Gemeinde vermeiden

Von der geplanten Trassenführung wären nach Angaben der Gemeindeverwaltung die Orte Lütgenrode, Parensen und Wollbrechtshausen betroffen. „Wir wollen keine zusätzliche Belastung für die betroffenen Einwohner, die bereits jetzt eine eingeschränkte Lebensqualität durch die Autobahn 7, die Bahnstrecke und die hohe Verkehrsbelastung durch die vorhandenen Straßenknotenpunkte haben“, heißt es in der von der Verwaltung vorbereiteten Resolution. Zudem durchlaufe die Trasse Flächen, die als Gewerbeflächen festgesetzt seien. Die Trasse würde daher die Entwicklung des Fleckens beeinträchtigen.

Entstanden ist die Resolution nach Angaben von Sira Hiller, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im Flecken, im Austausch von Politik und Verwaltung nach dem Tennet und Transnet den geplanten Trassenkorridor bekannt gegeben haben. „Wir erhoffen uns einen geänderten Trassenverlauf beziehungsweise die Annahme der Vorschläge für die Nutzung anderer Wegstrecken“, sagt Hiller. Alternative Flächen für die Trasse könnten in der Nähe von Autobahnen oder ICE-Trassen liegen, dadurch könnten auch Eingriffe in den Boden möglichst gering gehalten werden, lautet ein Argument in der Resolution. Gleichzeitig werde dadurch auch der Eingriff in die Planungshoheit der Gemeinden verringert, da der geplante Trassenverlauf nicht nur Auswirkungen auf Gewerbe- sondern auch auf Wohngebiete und mögliche Vorranggebiete für Windenergie haben könne.

Ernennung von Ortsbeauftragten

Ein weiteres Thema in der Ratssitzung wird die Ernennung von Ortsbeauftragten für Lütgenrode und Bishausen sein. Grundsätzlich kann nach Angaben von Sara Hiller, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Fleckens der Ortsbürgermeister Ortsbeauftragter werden. Dieser könne die Übernahme der Hilfsfunktionen jedoch ablehnen. In diesem Fall könne die Gemeinde diese Aufgaben einem ehrenamtlich tätigen Dritten übertragen. In Lütgenrode werde die Aufgabe des Ortsbeauftragten von Sam Ledderhose übernommen, der die Aufgabe trotz seines Umzugs weiter übernehmen möchte. Für Bishausen soll der neue Ortsbürgermeister Jörg Ausmeier das Amt ausüben.

„Die Einwände und Hinweise des Flecken Nörten-Hardenberg wurden vorab online an die Bundesnetzagentur weitergegeben. Darüber hinaus haben die betroffenen südniedersächsischen Kommunen eine gemeinsame Resolution an die Vertreter des Deutschen Bundestages verfasst“, berichtet Hiller, was bislang getan wurde, um den geplanten Trassenverlauf zu verhindern.

Grundsätzlich werde die Notwendigkeit der Energiewende anerkannt, weshalb es auch begrüßt werde, dass es sich bei SuedLink nicht um eine Freileitung, sondern um eine Erdverkabelung handele. Die Sitzung des Gemeinderates beginnt am Dienstag, 25. Juni, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses in Nörten-Hardenberg, Burgstraße 2.

Von Vera Wölk

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