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Northeim Stutenschau erstmals in Hardenberg
Die Region Northeim Stutenschau erstmals in Hardenberg
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21:32 31.05.2017
Von Claudia Nachtwey
Erstmalig ist das Gelände unterhalb der Burg Hardenberg Schauplatz für die Stutenschau des Pferdezuchtvereins Südhannover gewesen. Vorgestellt wurden am Dienstag zwei- bis sechsjährige Hannoveraner Stuten der Züchter aus Südniedersachsen. Quelle: Wenzel
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Nörten-Hardenberg

Um Schönheit ging es, um Anmut, gute Bewegungen und Ausdrucksstärke, und natürlich um Abstammung. Wenn der Pferdenachwuchs ins Hauptstutbuch eingetragen werden soll, muss er bestimmte Kriterien erfüllen. Immerhin soll über Zuchtauswahl die zukünftige Elite im Reitsport geprägt werden. Die Stuten vererben nicht nur genetisches Material zu mindestens 60 Prozent an den Nachwuchs, sondern auch das Verhalten guckt das Fohlen von der Mutter ab, womit sich auch die Charaktereigenschaften einer Stute übertragen.

„Die wenigsten züchten, um damit viel Geld zu verdienen“, betrachtete Jörg Küster als Geschäftsführer des Zuchtvereins die Lage pragmatisch. Zwar würde jeder vom „großen Wurf“ träumen, aber nicht jedes Sportpferd wird gleich Olympiasieger. Außerdem seien die Preise für Reitpferde enorm eingebrochen seit der Wirtschaftskrise 2008, ergänzte Klaus Storbeck, Vorsitzender des Zuchtvereins. Doch die Hoffnung auf ein edles Ross aus eigenem Stall treibt die Züchter an – und deren Familien an die Bande des Hardenberger Reitplatzes, wo manche jungen Pferde die dekorativen Blumenkübel skeptisch beäugten.

In der Schau der Zweijährigen überzeugte die Fuchsstute von Heinrich Borchard aus Nesselröden die Richter Sarah Handke (Landesgestüt Celle), Werner Schade (Zuchtleiter Hannoveraner Verband) und Hans-Henning von der Decken (Vorsitzender Hannoveraner Verband) am meisten. Über den ersten Platz in der Klasse der Dreijährigen freute sich Züchter Enrico Messelis aus Kefferhausen über hervorragende Ergebnisse seiner Stute. Und in der Klasse der Vier- bis Sechsjährigen beeindruckte die Dunkelbraune von Heidi und Wilfried Bouws aus Scheden die Jury. Sie gilt nun ebenso wie die vierjährige Fuchsstute von Enrico Messelis, die den zweiten Platz in dieser Klasse ebenfalls mit einer 1A-Bewertung erlangte, als Anwärterin auf den Titel Hannoveraner Prämienstute.

Nachdem die Stutenschau in den vergangenen Jahren schon in Northeim, in Göttingen auf dem Kehr und im vergangenen Jahr in Holtensen stattgefunden hatte, soll sie in Zukunft weiterhin in Nörten-Hardenberg ausgerichtet werden, bestätigte Storbeck. „Dafür spricht die zentrale Lage. Außerdem befindet sich die Deckstelle hier auf dem Gut“, begründete der Vereinsvorsitzende die Entscheidung. Auch die Fohlenschau am 15. Juni soll dort stattfinden. Beginn ist um 17 Uhr.