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Northeim Prozess um zerstückelte Leiche beginnt
Die Region Northeim Prozess um zerstückelte Leiche beginnt
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17:00 31.01.2019
Ein 28-jähriger Monteur aus Bayern muss sich ab Mittwoch, 6. Februar, wegen Körperverletzung, Mordes und Störung der Totenruhe vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Göttingen verantworten. (Symboldbild) Quelle: Christina Hinzmann
Katlenburg-Lindau

Ein 28-jähriger Monteur aus Bayern muss sich ab Mittwoch, 6. Februar, wegen Körperverletzung, Mordes und Störung der Totenruhe vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Göttingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem aus dem Landkreis Augsburg stammenden Angeklagten vor, im Dezember 2017 an seinem damaligen Wohnort im südniedersächsischen Lindau einen 37-jährigen Wohnungsnachbarn aus Mordlust getötet zu haben. Er habe damit außerdem eine andere Straftat – die Störung der Totenruhe durch das Zerlegen der Leiche – ermöglichen wollen.

Der Anklage zufolge soll der 28-Jährige nach dem gemeinsamen Konsum alkoholischer Getränke mit seinem Wohnungsnachbarn in Streit geraten sein. Er habe dann dem 37-Jährigen mit der Faust auf das Auge geschlagen, worauf dieser vor Schmerzen geschrien habe. Während dieser Schreie habe er den Entschluss gefasst, ihn zu töten. Er habe dazu eine Schnur um dessen Hals gewickelt und ihn erwürgt. Der Angeklagte habe sich vor der Tat mit Okkultismus beschäftigt. Er habe den 37-Jährigen auch deshalb getötet, weil es ihm darauf angekommen sei, einen Menschen sterben zu sehen. Danach habe er aus seiner Wohnung mindestens ein Küchen- oder Fleischermesser geholt, um die Leiche zu zerteilen. Anschließend habe er die einzelnen Körperteile in Tüten gefüllt und auf einem abgelegenen Feld vergraben.

Das Gewaltverbrechen war monatelang unentdeckt geblieben. Im vergangenen August wurde der 28-Jährige nach einem Suizidversuch in Landsberg am Lech in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen. Dort beichtete er die Tat. Die bayerische Polizei informierte umgehend die Kollegen in Northeim. Später führte der 28-Jährige die Ermittler zu der mittlerweile überwucherten Fläche, wo er die Leichenteile vergraben hatte. Mit Hilfe eines Spürhundes gelang es, den verscharrten Leichnam ausfindig zu machen.

Der 28-Jährige sitzt seitdem in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf (Kreis Göttingen) in Untersuchungshaft. Das Gericht hat für den Prozess vorerst 16 Verhandlungstermine angesetzt.

Von Heidi Niemann

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