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Northeim Hardegsen: Halter müssen freilaufende Katzen kastrieren und kennzeichnen lassen
Die Region Northeim Hardegsen: Halter müssen freilaufende Katzen kastrieren und kennzeichnen lassen
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00:22 03.06.2019
Klagen über unkontrollierte Vermehrung: Hardegsen verlangt Kastration freilaufender Katzen. Quelle: dpa
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Hardegsen

Wer seine Katze in Hardegsen frei herumlaufen lässt, muss das Tier künftig kastrieren und kennzeichnen lassen. So hat es der Rat der Stadt während seiner Sitzung am Dienstag beschlossen.

In Hardegsen vermehren sich Katzen unkontrolliert, berichtete Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos) den Ratsmitgliedern. Er werde bereits von Bürgern angesprochen, warum die Stadt untätig zuschaue. Zur Lösung dieses Problems empfehle der Kreisveterinär, Siegfried Orban, die Kastration freilaufender Katzen. Darauf dränge auch die Landesregierung. Deshalb schlage die Verwaltung eine entsprechende Änderung der Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vor.

Eingeschränkte Kontrollmöglichkeiten

Um diese Änderung, die am Ende mit fünf Gegenstimmen und zwei Enthaltung beschlossen wurde, gab es im Rat eine leidenschaftliche Debatte. Tobias Kreitz (CDU) bezeichnete die Änderung als überflüssig. Die Stadt habe nicht das Personal, um die Einhaltung der Kastrationspflicht zu kontrollieren. Das bestätigte Klaus Kandziora, der in Hardegsen den Fachbereich Zentrale Dienste, Soziales und Ordnung leitet. Die neugefasste Verordnung helfe aber in konkreten Fällen, Haltern anfallende Kosten in Rechnung zu stellen.

Wer Katzen füttert, wird zum Halter

Kandziora berichtete von einem Fall, wo ein Bürger auf seinem Grundstück regelmäßig elf verwilderte Katzen gefüttert habe. Nach der Neufassung der Verordnung gelte er damit als Halter. Seinerzeit sei die Stadt dagegen auf den Kosten für das Einfangen und Kastrieren der Tiere sitzen geblieben.

Bedrohte Vogelbestände

Ratsherr Kreitz bezweifelte zudem, ob es in Hardegsen wirklich eine Katzenüberpopulation gebe. Die von der Stadt bereits einmal befragten Ortsräte hätten das seinerzeit verneint. Das Problem sei „erschreckend“ groß, widersprach Kurt Schumacher (Linke) energisch. Auf den Dörfern gebe es teilweise dermaßen viele Katzen, dass die Vogelbestände einbrächen, ergänzte Horst Fedry (SPD). Besonders bedroht sei etwa die Feldlerche.

Problem mit verwilderten Katzen

Während der Einwohnerfragestunde wies Biologin Gudrun Hühne-Osterloh darauf hin, dass ihrer Einschätzung nach das eigentliche Problem nicht freilaufende Katzen mit Halter seien, sondern verwilderte Katzen ohne Halter. Es gebe eine Reihe von Bürgern, darunter auch sie, die solche Katzen auf eigene Kosten fingen und kastrierten. Wenn sie die Tiere künftig als vermeintliche Halter auch noch tätowieren oder mit Mikrochip ausstatten und registrieren müssten, würde das vielen von ihnen zu teuer. Dann erreiche die Stadt mit ihrer geänderten Verordnung das Gegenteil von dem, was sie eigentlich wolle.

Von Michael Caspar

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