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Northeim Umbau für neue Krippengruppe beginnt
Die Region Northeim Umbau für neue Krippengruppe beginnt
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16:28 02.10.2017
Rathaus in Hardegsen.
Rathaus in Hardegsen. Quelle: Mischke
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Hettensen/Hardegsen

Am Kindergarten in Hettensen wird Platz für eine neue Krippengruppe geschaffen. Diese soll im alten Schulgebäude untergebracht werden. Die Umbauarbeiten, zunächst im Dachgeschoss, sollen laut Mitteilung der Verwaltung während der jüngsten Gemeinderatssitzung in Kürze beginnen. Der Rat hatte in diesem Zusammenhang außerplanmäßige investive Auszahlungen zu genehmigen. Bis zu 135 000 Euro sollen in die Einrichtung der Krippengruppe für zehn Kinder fließen. Zur Deckung des Betrags sind Fördermittel des Landes aus dem Programm zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren (RAT) in Höhe von 120 000 Euro vorgesehen. Erst vor Kurzem habe Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) den Förderbescheid übergeben, erinnerte Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos). Die Differenz in Höhe von 15 000 Euro will die Stadt aus dem jährlichen Zuschuss zur Verbesserung des Kindertagesstättenangebotes des Landkreises Northeim begleichen.

Hettensens Ortsbürgermeister und Ratsherr Rainer Glahe (FBL) begrüßte die Stärkung des Betreuungsangebotes im Südbereich der Stadt und hoffte, dass die Maßnahme schnell umgesetzt werde. Dass die neue Krippengruppe in Hettensen eingerichtet wird, freut auch die Ratsgruppe aus SPD und CDU, wie Sandro Wolf (SPD), sagte. Er regte an, über eine Ausweitung der Betreuungszeiten nachzudenken.

Durch Umschuldung zahlt Stadt rund 6000 Euro weniger

Finanzausschuss und auch Verwaltungsausschuss hatten im Vorfeld der Ratssitzung bereits der Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 75 000 Euro zugestimmt. Jetzt gab auch der Rat grünes Licht. Kämmerer Manfred Schöfer erläuterte die Gründe für die Umschuldung. 2002 hatte die Stadt ein Darlehen in Höhe von ursprünglich 145 000 Euro mit einer Zinsbindungsfrist von 15 Jahren aufgenommen. Der Zinssatz war seinerzeit mit 5,31 Prozent, die anfängliche Tilgung mit zwei Prozent vereinbart. Jetzt war die Zinsbindungsfrist ausgelaufen.

Weil die neuen Konditionen mit dem bisherigen Geldinstitut Zinsen in Höhe von 3,2 Prozent und einer Zinsbindung von nur drei Jahren vorgesehen hätten, habe man auf eine Verlängerung verzichtet, sagte Schöfer. Das Restdarlehen in Höhe von 79 745 Euro wurde vollständig zurückgezahlt und ein Folgedarlehen bei einem anderen Institut zu deutlich günstigeren Konditionen aufgenommen: 1,48 Prozent Zinsen und eine Zinsbindung von rund acht Jahren. Damit zahle die Stadt rund 6000 Euro weniger, so Schöfer. Der Kämmerer kündigte an, dass auch bei einem weiteren Darlehen, bei dem Anfang November die Zinsbindungsfrist auslaufe, ebenfalls umzuschulden.

Von Britta Eichner-Ramm

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