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Northeim Tolerant, aber nicht bei Rechtsextremismus
Die Region Northeim Tolerant, aber nicht bei Rechtsextremismus
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23:01 19.02.2016
Von Matthias Heinzel
Aman Peerzad aus Afghanistan (rechts) spricht bei der Kundgebung.
Aman Peerzad aus Afghanistan (rechts) spricht bei der Kundgebung. Quelle: Harald Wenzel
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Northeim

Das Treffen begann mit dem islamischen Freitagsgebet in türkischer und deutscher Sprache in der Northeimer Ditib-Gemeinde am Mönchsgraben. Es folgte eine Kundgebung am Marktplatz vor der Alten Wache am späten Nachmittag unter dem Motto „gemeinsam für eine offene und tolerante Welt“. Man sei gekommen, „um gegen einen Anstieg des Rechtsextremismus’ und der Fremdenfeindlichkeit in unserer Region Flagge zu zeigen“, erklärte Erika Goebel vom DGB-Ortsverband Northeim zum Auftakt: „Wir sind tolerant. Aber bei Rechtsextremismus sagen wir ganz klar und deutlich: Nein.“

Auch einer der Flüchtlinge aus der Region kam zu Wort: Der Afghane Aman Peerzad berichtete von dem ausländerfeindlichen Anschlag in der Nacht vom 5. auf den 6. Februar in der Innenstadt von Hardegsen. Dieser Übergriff von „bad boys“ habe ihm einen Schrecken eingejagt, aber: „Abgesehen davon, sind wir hier glücklich.“ In Hardegsen gebe es „sehr viele liebenswerte Menschen, auch die Polizei ist sehr hilfreich“. In seinem Heimatland hingegen, meinte Peerzad. „gibt es keine Sicherheit, kein Gesetz, keine Menschenrechte. Hier in Deutschland gibt es das alles.“

Im Anschluss berichteten Flüchtlingsinitiativen aus dem Kreis Northeim von ihrer Arbeit. Beiträge kamen unter anderem aus Hardegsen, Einbeck und Moringen. An die Kundgebung schloss sich eine ökumenische Friedensandacht in der St.-Sixti-Kirche an, die von allen Kirchen in Northeim gemeinsam gestaltet wurde. Die Ansprache hielt Superintendent Jan von Lingen. Organisiert hatte den Nachmittag das Northeimer Bündnis gegen Rechtsextremismus zusammen mit Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Vereinen, Verbänden und Einzelpersonen.